Daten von Interpol analysiert – Sadismus und Gewalt sind nicht selten!

- Sponsorenliebe | Werbung -

Jungen leiden im Internet deutlich häufiger unter den schlimmsten Formen sexuellen Missbrauchs als Mädchen. Das zeigt eine neue Studie des Netzwerks ECPAT International . Die Researcher haben für die Erhebung Daten der kriminalpolizeilichen Organisation Interpol ausgewertet.

Tausende Missbrauchsopfer

Die Interpol-Datenbank hat seit ihrer Einrichtung im Jahr 2009 über 12.000 Opfer sexuellen Missbrauchs im Internet registriert. Die Experten gehen davon aus, dass es weitaus mehr Fälle gibt, die jedoch nicht angezeigt wurden. Über 60 Prozent der bekannten Opfer sind sehr junge Kinder, einschließlich Säuglinge und Kleinkinder. Ein Drittel davon sind männlich.

Obwohl zwei Drittel der Opfer weiblich sind, heben die Researcher hervor, dass Missbrauchsmaterial über Jungen oft schwerere Misshandlungen wie Sadismus und andere Formen sexueller Gewalt zeigt.

„Die Ergebnisse verdeutlichen, wie viel wir eigentlich noch nicht wissen und wie viel Forschung noch nötig ist. Es kann sein, dass Strafverfolgungsorgane die Thematik nicht ausreichend priorisieren, da sie sich des Problems möglicherweise nicht bewusst sind und zu wenig darüber berichtet wird. Das müssen wir weiter untersuchen“, gibt Damian Kean von ECPAT International zu bedenken. „Wir sprechen hier über sehr kleine Kinder, Babys, die gerade erst Monate alt sind und Opfer extremer sexueller Übergriffe werden“, sagt Björn Sellstrom, Chef der Interpol-Abteilung für Verbrechen gegen Kinder.

Opfer besser identifizieren

Damian Kean zufolge müssten Länder gemeldete Verbrechen genauer unter die Lupe nehmen und sicherstellen, dass umfassende Hilfe bereitgestellt wird. Oftmals würden Mädchen eher in den Fokus von Missbrauch gestellt. Die genaue Identifizierung von Opfern sei nun der Schlüssel zur Auffindung von Straftätern, da Missbrauchsmaterial oft von nahestehenden Personen der Opfer, wie etwa von Pflegepersonen oder Lehrern, angefertigt werde.

Quelle: pte

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady