Geiz ist geil? Vergleichen lohnt sich? Na, das klingt doch nach einem guten Köder!

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Denn es kann ja niemals schaden, verschiedene Angebote zu vergleichen. Und man spart ja gerne – erstrecht bei Versicherungen.

Genau diesen Gedankengang werden jene Herrschaften gehabt haben, die ein Pseudo-Vergleichsportal inklusive Ködermail entworfen haben.

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Der Inhalt dieser Mail im Klartext:

Guten Tag,
Sie müssen monatlich den Beitrag für Ihre Krankenversicherung bezahlen – aber zu viel bezahlen, das müssen Sie nicht.
Experten gehen davon aus, dass über drei Viertel aller Tarife veraltet und überteuert sind. Durch die verbraucherfreundliche Preisentwicklung könnten viele Gesellschaften die meisten Tarife senken – freiwillig aber passiert dies selten.

Wir empfehlen:
Vergleichen Sie auf unserer kostenlosen Infoseite unverbindlich die Tarife aller Anbieter, erfahren Sie zu welchem Preis Sie sich bei welcher Gesellschaft versichern könnten:

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Anschließend vergleichen Sie diese Werte mit dem Beitrag, den Sie monatlich bezahlen. Liegt Ihr Beitrag darüber? Informieren Sie Ihre Versicherung – oft kann der Vertrag unkompliziert umgestellt werden. Ohne Wechsel des Anbieters, ohne Leistungsverzicht.

Der Vergleich auf unserer Seite ist kostenlos und unverbindlich, er dauert nur wenige Sekunden.
Wir finden, dass Sie informiert sein sollten!

Mit freundlichen Grüssen,
Freie Verbraucherberatung

Da die Mail weder gefährliche Anhänge, noch sonstige Auffälligkeiten besitzt, kommt sie zunächst harmlos daher. Natürlich handelt es sich zunächst um eine Mail, welche Werbung ist, das ist jedem Empfänger klar, doch leider handelt es sich hier um Werbung mit bösen Absichten!

Wer neugierig ist und hier wirklich nur an Werbung denkt, klickt unter umständen den Link an.

Bingbingbingbingbing….

Hätte das Antivirenprogramm eine Klingel, dann würde es jetzt dauerläuten. Hier wird man direkt darauf aufmerksam gemacht, dass es sich nicht um eine harmlose Werbung handelt, sondern um eine Masche, den Besuchern ihre Daten zu entlocken.

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Mit aktuellem und funktionierendem Antivirenprogramm wird man durchaus blockiert, jedoch ohne diesen Schutz gelangt man auf eine Seite mit Eingabeformular.

Wer bist Du?

Um nun Versicherungen vergleichen zu können, soll man seine Daten eingeben. Es werden keine Bank- oder Kreditkartendaten verlangt, so dass man durchaus meinen könnte, es wäre harmlos, hier Daten einzutippen. Vor allem, wenn man damit ja sparen kann.

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Aber das ist ein Irrtum. Dieser kostenlose Besuchervergleich gibt am Ende rein gar nichts her, nach der Eingabe der eigenen Daten gibt es nichts, was den Besucher zufrieden stellt, sondern lediglich eine kurze und banale Mitteilung:

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“Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen!”

Na, wenn das mal keine Drohung ist. Wer hier wahrheitsgemäß Daten eingegeben hat, muss mit allem rechnen. Das harmloseste ist wahrscheinloch nur eine Werbeflut auf Handy, E-Mail, Telefon und Briefkasten am Haus.

Das Problem ist: die Adressdaten sind weggegeben worden und man weiß nicht, wer sie bekommen hat.  Im übelsten Fall hat man ein Abo am Hals, was man im Grunde nie abgeschlossen hat.

Autor: Andre, mimikama.at

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