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Am Abend des 21. September häuften sich die Meldungen zu Sichtungen einer „Feuerkugel“, die Richtung West/Nord-West über den Abendhimmel zog und dabei mehrere Male hell aufleuchtete.

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Das folgende Video zeigt den Meteor, aufgenommen von der AllSky-Camera des Fireball Recovery and InterPlanetary Observation (FRIPON) network. Sie befindet sich auf dem Dach eines Gebäudes des ESTEC (European Space Research and Technology Centre) der ESA in Noordwijk (Niederlande).

Insgesamt gingen bei der International Meteor Organization (IMO) über 420 Feuerkugel-Meldungen aus den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Großbritannien und Deutschland ein.

Spekulationen in den sozialen Netzwerken

Nach dieser ungewöhnlichen Sichtung häuften sich die Mutmaßungen über die Natur des Schauspiels. So war von „Weltraumschrott“ bis hin zu wilden UFO-Theorien alles vertreten.

Auch eine Abstimmung im „Express“ unter dem zugehörigen Artikel zeigt, dass immerhin rund 1/3 der Leser ein außerirdisches Phänomen im Sinne von UFOs vermuteten:

Screenshot: express.de

Was genau war das denn jetzt nun?

Es handelte sich um einen Meteor, der 15 km südlich von Barneveld (Gelderland) kommend grob in ost-nordöstliche Richtung (~280 Grad Azimut), über die Utrechter Grafschaft, 10 km südlich von Amsterdam, oberhalb von Hoofddorp bis 15 km über die Nordsee flog. Dieser leuchtete innerhalb der ca. 5 Sekunden, in denen er zu sehen war, einige Male auf und war auch von Deutschland aus in Teilen recht gut zu sehen.



Auch die Polizei Mittelhessen veröffentlichte auf Facebook nach Rücksprache mit der ESA eine Meldung:

Meteor, Meteorit, Asteroid, Komet… wie jetzt?

Wir kennen verschiedene Himmelserscheinungen, die häufig verwechselt werden. Hier eine vereinfachte Klassifizierung, eine grobe Einteilung zur Orientierung.

Fangen wir bei den Kometen an. Diese Klumpen aus Gestein, Staub und Eis kommen meist aus dem äußeren Bereich unseres Sonnensystems, der Oortschen Wolke oder dem Kuipergürtel und umkreisen periodisch unsere Sonne. Wenn sie dieser entsprechend nahe kommen, werden sie durch den Sonnenwind und die Einstrahlung der Sonne zur Schweifbildung angeregt.

Asteroiden sind Gesteinsbrocken, die sich, aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammend, auf Umlaufbahnen um die Sonne befinden. Sie sind kleiner als Zwergplaneten, aber größer als Meteoroide, die sich größentechnisch im Bereich von Millimetern bis zu einigen Metern bewegen.

Unter Meteoren versteht man generell die Leuchterscheinungen, die durch in die Atmosphäre eintretenden Himmelskörper hervorgerufen werden.

Meteorite sind schließlich die Gesteinsbrocken, die es durch die Erdatmosphäre schaffen und hier unten ankommen.

Was „hier unten ankommt“ ist gar nicht mal so wenig: Schätzungen reichen von ca. 30 – 100 Tonnen pro Tag, meistens jedoch wirklich kleine Brocken, die am Ende ein paar Millimeter oder Zentimeter groß sind. (Die Erde wird dadurch übrigens nicht wirklich schwerer, was Florian Freistetter hier einmal erklärt hat.)

Autor: Rüdiger, mimikama.at

Quelle

https://www.imo.net/bright-fireball-over-the-netherlands/

http://www.express.de/koeln/meteor-oder-mega-sternschnuppe—-gruener-feuerball–ueber-koeln-gesichtet-28454874