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Betzdorf – Im Pressebericht vom 08.08.2017 berichtetet die Polizei Betzdorf: Ein 35-jähriger Mann wurde am 07.08.2017, kurz vor 10:00 Uhr, im Bereich des Parkdecks Ladestraße von zwei bislang unbekannten Männern angegriffen und verletzt.

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Der Geschädigte sei nach seinen Angaben heimtückisch von hinten angegriffen, gewürgt und geschlagen worden. Einer der Angreifer habe auch versucht, ihn mit einem Messer zu stechen. Dies habe der Geschädigte abwehren können und sei dadurch an der Hand verletzt worden. Durch einen Faustschlag sei der Geschädigte dann bewusstlos geworden. Als er nach wenigen Minuten wieder zu sich kam, waren die Täter weg.

Der Geschädigte ging nach Hause und verständigte die Polizei. Er erlitt Prellungen und eine Schnittverletzung an der Hand. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Das Motiv der Tat ist noch unklar. Der Geschädigte kannte nach seinen Angaben die Männer nicht. Er beschreibt sie als Südeuropäer, die etwa 175 cm groß gewesen sein sollen. Einer der Täter habe eine Tätowierung am Hals gehabt. Hinweise auf ein Eigentumsdelikt liegen nicht vor, da dem Geschädigten die mitgeführten Wertgegenstände belassen wurden. Zeugen werden gebeten, sich unter 02741/9260 an die Polizei in Betzdorf zu wenden.

Die Ermittlungen ergaben nun, dass der Angriff von dem Anzeigenerstatter erfunden wurde.

Schon die Feststellung beweiserheblicher Tatsachen am Tatort und deren Auswertung ließen Zweifel an der Darstellung des Mannes aufkommen. Weitere Ermittlungen im Umfeld des Mannes erhärteten die Zweifel. Unter der Beweislast gestand der 35-jährige, die Straftat vorgetäuscht zu haben. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat eingeleitet.

Das Motiv des Mannes dürfte in seinen persönlichen Umständen liegen. Der Anzeiger hatte mit dem vorgetäuschten Überfall eine Fahndung nach den angeblichen Tätern in Betzdorf ausgelöst. Der Tatort war vom Erkennungsdienst der Kriminalpolizei aufgenommen worden. Umfangreiche Ermittlungen schlossen sich an.