Jetzt muss sogar schon Merkel herhalten!
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Wer dafür zahlt, darf auch Fake-News verbreiten.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Ständig bekommen Nutzerinnen und Nutzer auf Facebook irreführende Werbung angezeigt, die am Ende nichts anderes als echte Fake-News enthält. Es handelt sich dabei um sogenannte gesponserte Posts, die immer wieder durch dramatische Schlagzeilen auffallen.

Bei gesponserten Meldungen handelt es sich um Inhalte, für deren erhöhte Reichweite Facebook Geld bekommen hat. Sprich: Facebooks Kampf gegen Fake-News findet immer dann sein Ende, wenn Geld im Spiel ist. Man kann Werbeanzeigen auf Facebook übrigens daran erkennen, dass sie den Hinweis „Gesponsert” tragen. So wie auch in dem folgenden Teaser, der Angela Merkel und einen Tagesschausprecher zeigt und von einer dramatischen Schlagzeile begleitet wird:

Diese Art der Werbung endet in einem sogenannten „fabricated contend“. Das ist eine Form der mutwillig erzeugten Falschmeldungen, die komplett frei erfunden sind. Es handelt sich um kommerzielle Fakenews. Das ist nicht neu und verläuft immer nach demselben Schema:

Nach einem Klick auf den Teaser bei Facebook öffnet sich eine Webseite, die sich in Form einer Zeitungsmeldung präsentiert. Die angezeigte Webseite stellt einen pseudoredaktionellen Artikel dar, der lediglich die Leser dazu verleiten soll, die eingebauten Werbelinks anzuklicken. Hier findet man einen Inhalt vom Charakter eines journalistischen Artikels vor.

Es hat sich übrigens an der Methode, der dahinter gezeigten Fakenews und der Darstellung seit Monaten rein gar nichts geändert!

Kommerzielle Fake-News enthalten einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt hat und auch nicht haben muss. Ebenso muss der Inhalt auch in keinem Zusammenhang mit der Schlagzeile stehen. Dem Verfasser ist der Inhalt egal, es geht darum, Werbung anzuzeigen, bzw. Werbelinks wirksam einzubauen.

Diese Fake-News stellen sich optisch in Form einer Nachrichtenwebseite dar, die jedoch letztlich keine ist. Der Inhalt spricht ein Verlangen oder eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) an. Getriggert wird an dieser Stelle mit der Darstellung von Angela Merkel, was übrigens ganz wunderbar funktioniert, wenn man die Kommentare unter der Statusmeldung anschaut (vergleiche hier).

Bitcoin-Werbung

Schaut man sich ein wenig auf der Webseite mit dem Namen „Dailynewswire“ um, dann findet man dort weder ein Impressum, noch Datenschutzangaben oder sonstige Herkunftsmerkmale. Es geht in dem Artikel auf der Webseite darum, ein Produkt so werbewirksam wie möglich in Szene zu setzen. In diesem pseudoredaktionellen Text, sowie in den Einblendungen daneben und in den Kommentaren darunter wird massiv ein Bitcoin-Trading Modell beworben.

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Folgt man den Produktlinks, die in dem pseudoredaktionellen Text auf der Webseite eingebaut sind, landet man in einem Affiliate Verkaufsprogramm. Am Ende steht dort eben eine dubiose Bitcoin-Trade Methode.

Das bedeutet, wer auch immer den pseudoredaktionellen Artikel verfasst hat, dürfte ein Interesse daran haben, dass die Leserschaft sich bei diesem Modell anmeldet. Dazu ist es wichtig, dass die Fake-Geschichte im Vorfeld so glaubwürdig wie möglich klingt, gleichzeitig aber auch ein hohes Viralitätspotential besitzt.

 

 

-Sponsorenliebe-

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