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Also nicht meiner ihrer, nein nicht Ihrer, ihrer, also der von der Frau, die, so besagen es gezwitscherte Twittergrüchte, die Nachfolge des, noch nicht mal in den Ruhestand gegangenen Kinodauerhelden, James Bond antreten soll. Er war, oder ist ja sowas wie der Dr. Who des Kinos, immer wieder da voller Überraschungen und mit wechselnden Gesichtern.


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Aber der Reihe nach, da sitze ich also hier am Kopfende meines Tisches, und blättere so durch die sozialen Netzwerke, wieder einmal innerlich jubilierend, wie weit wir doch seit der Erfindung der Keilschrift gekommen sind, schon alleine das umblättern eines analogen Buches war ja durchaus einfacher, als es das einer 10 seitigen Auflistung in Keilschrift je gewesen sein dürfte, vor Allem auch weniger verlustanfällig, ein Buch zersplitterte nicht in etliche Teile, wenn es herunterfiel. Zugegeben ein Smartphone ist da schon wieder ein theoretischer Rückschritt, technisch weiter entwickelt als eine Keilschrifttontafel, jedoch, je nach gewählter App weniger gehaltvoll, ist das Smartphone allerdings was die Bruchfestigkeit beim Absturz je nach Aufprallwinkel der einer Keilschrifttontafel in Nichts nachstehend.

Während ein Teil meines Hirns also munter den technischen Fortschritt feierte und gerade eine geistige Konfettiparade für Konrad Zuse abhielt, fiel mein Blick auf folgendes Bild und die durch die Häuserschluchten meiner gedanklichen Paradestrecke schwebenden Konfettipartikel setzten es vor meinem geistigen Auge auf der breiten Prachtparadestraße zusammen.

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Langsam sickerte es in meine weiteren Ichs ein, Moment das ist eine Frau auf einem 007 Plakat!?

Gillian Anderson? Scully?

Wechselt sie vom FBI zum MI6, zum Secret Intelligence Service? Ach komm, erzähl mir nix, wie soll sie dass denn ohne Mulder schaffen? Die beiden gehören doch zusammen, wie Don Camillo und Pepone, Bud Spencer und Terence Hill, Laurel und Hardi, Lawrence und Arabien und jetzt soll sie sich in bester Bond Manier alleine durch die Agentenwelt der Felmingnachfolger tummeln, werden die Chippendales die neuen Bond Girls? Die Damenwelt wird es freuen. Aber mal im ernstesten Ernst, erst bekommt Indiana Jones den weiblichen Gegenpart Lara Croft, dann schoben Wirrköpfe in den USA eine Welle weil der neue Jedi in Star Wars von einem Afroamerikaner dargestellt wurde, in einer Nebenrolle ja darf er, gerne auch als Rothemd in Star Trek sein Leben dramatisch aushauchen, aber doch bitteschön nicht in einer Hauptrolle eines Kinoklassikers, stellt sich am Kopfende des Tisches die Frage warum nicht, die hatten auch schon eine Kartoffel mit Ohren und krummen Sätzen als Ausbilder, da geht es doch eher um die Story und der Skywalker Vater Sohn Konflikt war nach 6 Folgen durch, Kartoffeljoda aufgebraucht, da kann gerne was Neues kommen.

Die Ghostbusters kommen als Frauen zurück in die Kinos, hmm ok.

Jetzt also eine Frau als Bond? Welche Kinotradition wollen sie als nächstes brechen? Jason Bourne kommt als Jessie zurück?

Bin ich der einzige, der eine Verweiblichung der Männerrolle im Kino kommen sieht? Nichts gegen Frauen in Filmen, Lara Croft finde ich Klasse, die will ich auch nicht als Lars Croft sehen, Alice im Wunderland nicht als Alois im Wunderland, Agent Carter ist eben eine Frau und Frank-N-Furter ist Tim Curry! Da gibt das nichts dran zu rütteln.

Da zählt die Grundidee der Geschichte geht es um ein Universum, also eine völlig neue Welt, Star Wars, Star Trek, oder um eine Person Lara Croft, Jason Bourne, oder eben 007 James Bond. Spinoffs ok, aber nicht die ursprüngliche Rolle umdeuten, das zerstört mein cineastisches Weltbild – was nicht bedeutet, dass ich das Ergebnis dann nicht dennoch und sei es nur, um mich darüber aufzuregen, nicht dennoch schauen würde – aber nur zum Mitreden und Meckern und unter Protest!

An Daniel Craig musste ich mich auch erst gewöhnen, ich finde immer noch, dass Verfolgungsjagden in den neuen Streifen viel zu lang sind, aber gut ist der Wandel der Zeit.

Moment warum macht Craig das nicht weiter?

Zuse, Edison, Bell und einigen anderen sei Dank, kann man so etwas heutzutage recht schnell eruieren. 2005 übernahm Craig als James Bond, nicht mehr wirklich schwarzhaarig welch Fauxpaux.. er bekam damals einen recht gut dotierten Vertrag über 5 Filme.

5?

  • 2006 Casino Royale
  • 2008 Ein Quantum Trost
  • 2012 Skyfall
  • 2015 Spectre

Hey! Das sind erst 4, da ist ja noch für einen Film Luft, sofern die Aussage der Vertrag wäre für fünf Filme korrekt ist. Da habe ich ja noch einmal Glück gehabt, irgendwie, so rein theoretisch. Fünf Filme und erst vier abgedreht, das spendet ja direkt ein Quantum Trost. Vielleicht ist Gillian Anderson ja als M vorgesehen, oder X oder U? Doch halt Moment, wie schreibt sie auf Twitter? Sie wisse nicht wer es gemacht hat, aber sie liebt es? Das ist nur Fan – Art? Prima ich habe hier eine halbe Packung Beta Blocker gefuttert und dann hat sich das nur irgendwer ausgedacht? Zugegeben das Bild sieht toll aus, aber wie erkläre ich das meinem Arzt?  Nein, nicht das Bild, die halbe Packung..

Wer auch immer sich das Bild erdacht und es anonym gepostet hat, die James Bond ist ein Mann Fangemeinde dürfte kollektiv aufatmen, obwohl eine Frau im kleinen Schwarzen als Jane Bond bestimmt besser ausschaut als Daniel Craig im kleinen Schwarzen. Ach ich weiss nicht, lasst James Bond ein Mann bleiben und Lara Croft eine Frau und wenn ihr einen weiblichen Pendant zu James braucht, ersinnt euch ein neues Setting und springt nicht auf einen Erfolgszug auf, das kann nämlich auch schief gehen, so wie bei dem nie veröffentlichten ostfriesischen Film Lars Kraft und die Ziege des Lesers.

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