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Sie habe sich dutzende Male operieren lassen, um auszusehen wie Angelina Jolie. Nun führe sie ein Zombie-Leben.

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Und zudem sei sie noch glücklich damit und meint, dass sie noch nicht am Ende sei. 50 Operationen und 40 kg Lebendgewicht. Eine irre Geschichte, die da in der letzten Novemberwoche 2017 weltweit durch die Boulevardmedien ging. Ob Print oder TV: Überall tauchte Sahar Tabar auf. Nun hat sich herausgestellt: Die ganze Story war ein Fake!

Das hat niemand recherchieren müssen (auch wir nicht), sondern Sahar Tabar selbst hat den Fake aufgeklärt. Auf ihrem Instagram Account veröffentlichte sie nun Fotos, auf denen man sieht, dass sie mit Photoshop und Make-Up gearbeitet hat.

Auf ihrem Instagram-Account sahartabar_afficilalll findet man mehrere Bilder von ihr, die bearbeitet sind und zeigen, wie sie mit der Darstellung ihrer Selbst experimentiert.



Andere wiederum, die unbearbeitet sind.

Da hat sich der Boulevardjournalismus von seiner besten Seite gezeigt, denn die Geschichte wurde ungeprüft einfach übernommen und als nettes Gossip-Thema diskutiert. Mittlerweile macht die Meldung von diesem weltweit verbreiteten Fake die Runde, doch sind viele der alten (und FALSCHEN!) Artikel zum Zeitpunkt 12.12.2017 (10:17 Uhr) immer noch online (nur ein paar Beispiele):

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(Screenshot: OE24.at)

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(Screenshot: Sun)

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(Screenshot: Gala)

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(Screenshot:
OK!)

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(Screenshot:
RTLnext)

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(Screenshot: Berlin-Kurier)

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(Screenshot: Der Westen)

Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht!

Wie im Falle Denny´s Deutschland müssen wir an dieser Stelle auch wieder erkennen, wie wichtig nicht nur eine digitale Medienkompetenz bei Nutzern ist, sondern auch (und gerade), dass im Boulevardjournalismus oberflächliche und schlampige Arbeit vorherrscht. Für den schnellen Klick, Aufreger und einen Haufen Tratsch vergisst man augenscheinlich gerne die Eigenkontrolle.

Verantwortung den Lesern gegenüber? Abwarten. Wir hoffen ja weiterhin auf das Gute.

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