-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Es ist ja fast schon nahezu spannend zu beobachten, wie viele verschieden Webseiten im Netz sich immer und immer wieder diesem Thema annehmen und dies schon seit Jahren.

 

Es geht um: “McDonalds verliert Prozess: Fleisch in Burger besteht aus Fettpaste und Ammoniak”

image

Vorweg: Es handelt sich hier nicht um eine aktuelle Geschichte, sondern um eine Tatsache aus den USA, die auf 2011 und 2012 zurückgreift. Jamie Oliver hat tatsächlich diese Vorkommnisse angeprangert und daraufhin wurde die Nutzung des “Pink Slime” deutlich eingeschränkt. Es geht dabei um den sogenannten “Pink Slime” der in den USA genutzt wurde. Eine Nutzung des “Pink Slime” also des aufgearbeiteten Fleisches, gab es im Deutschland oder Österreich nicht. Der Grund, warum dieses Thema nun wieder im Interesse der Nutzer landen könnte, ist das Freihandelsabkommen TTIP und die Befürchtungen, dass derartige Praktiken durch Knebelverträge in Mitteleuropa landen.

Folgt man den aktuellen Statusbeitrag auf Facebook, dann bekommt man auch hier abermals den selben Inhalt zu lesen, wie auch auf all den anderen Webseiten, die schon seit Jahren darüber berichten:

Der prominente Koch Jamie Oliver hat gegen McDonald´s ein spektakuläres Gerichtsverfahren gewonnen, in dem er bewies, dass die Fast Food Kette anstatt Fleisch – Fett und Ammoniak – verwendet. Das ist keine Nahrung. Der Chefkoch öffnete die erschreckende Wahrheit darüber, was in Wirklichkeit in die „leckeren“ Hamburger und Nuggets reinkommt. Nach den Aussagen von Jamie darf man das was McDonald´s serviert nicht als Nahrung bezeichnen. Was bezwecken die Massenattacken an Werbung, die Coca-Cola und Co. so hoch anpreisen? Man kann sich nur schwer vorstellen, welche Summen für solche Werbung ausgegeben werden. Was noch wichtiger ist – die Werbung richtet sich gezielt auf die Jugend. Es gibt bestimmte berühmte Persönlichkeiten, die die Jugendlichen als Autorität sehen und deren Verhalten nachahmen. Genau diese Leute verkaufen sich an Fast Food Ketten und helfen diesen, unsere Bevölkerung zu vergiften.

Und wieder bekommen wir Anfragen mit: “STIMMT DAS?”

Die Darstellung als “Fett und Ammoniak“ ist so nicht richtig.

Es handelt sich um Ammoniumhydroxid, das als als antimikrobielles Mittel beigesetzt wird, um z.B. Coli Bakterien abzutöten, und hierzulande als E527 bekannt ist.

Es ist tatsächlich so, dass Oliver in seiner Sendung „Jamie Oliver’s Food Revolution“ aufdeckte, was in den US-Burgern von Fastfood-Ketten landet: unter anderem monierte er, dass minderwertiges Rindfleisch, das sonst im Hundefutter steckt, mit Hilfe von Ammoniumhydroxid wieder genießbar gemacht wird. Das Produkt daraus, was er im Original “Pink Slime” (rosa Schleim) nannte, war zu jenem Zeitpunkt in den USA offiziell erlaubt. Mit bis zu 15% Anteil durfte mit dieser minderwertigen Masse das Endprodukt gestreckt werden.

In der Episode von “Jamie Oliver’s Food Revolution”, die am vom 12. April 2011 ausgestrahlt wurde, sagte Oliver:

Basically, we’re taking a product that would be sold at the cheapest form for dogs and after this process we can give it to humans

Er kreidet also an, dass diese billige Form von Fleisch, die eigentlich nur für Hunde verkauft, hier aufbereitet und für Menschen zubereitet wird. Wie sich herausstellte, arbeiteten auch Burger King und Taco Bell in den USA so – wohlgemerkt zu diesem Zeitpunkt völlig legal.

Zu diesem Zeitpunkt

Die DailyMail titelte zum Beispiel am 26.01.2012:

Victory for Jamie Oliver in the U.S. as McDonald’s is forced to stop using ‘pink slime’ in its burger recipe

Die gesamte Schlagzeile stammt also von Ende Januar 2012.

image
(Screenshot: Ibitimes)

image
(Screenshot: CBS)

Ebenso erfährt man aus dem Artikel der DailyMail, dass der monierte “Pink Slime” in den USA genutzt wurde. Eine Nutzung des “Pink Slime” also der aufbearbeiteten Fleisches, gab es im Vereinigten Königreich und Irland nicht.

Ebenso gibt es auch keine Nachweise für die Nutzung in Deutschland oder Österreich. Der Grund, warum dieses Thema nun wieder im Interesse der Nutzer landen könnte, ist das Freihandelsabkommen TTIP und die Befürchtungen, dass derartige Praktiken durch Knebelverträge in Mitteleuropa landen.

Also halten wir abschließend fest

Es handelt sich hier nicht um eine aktuelle Geschichte, sondern um eine Tatsache aus den USA, die auf 2011 und 2012 zurückgreift. Jamie Oliver hat tatsächlich diese Vorkommnisse angeprangert und daraufhin wurde die Nutzung des “Pink Slime” deutlich eingeschränkt.

Es gibt nun sehr viele fremdsprachige Quellen zu diesem Thema, an dieser Stelle möchten wir als weiterführende Information noch einen ausführlichen deutschsprachigen Artikel nennen: AMMONIUMHYDROXID Starkoch Jamie Oliver gewinnt langen Kampf gegen McDonalds

-Mimikama unterstützen-