Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

Was hier wie eine Nachrichtenseite aussieht und sich wie eine wahnsinns Meldung liest, ist in Wirklichkeit völlig erlogen.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Mimikama: Information

Denn die völlig bekloppte Story um “McDonald’s Mitarbeiter kündigt und beleidigt seinen Chef nachdem er 1.206.630€ in der Mittagspause gewinnt!” ist nichts anderes als eine massive, provisionsbehaftete Werbung für ein Glücksspielportal (Casino/Poker/Bingo etc.).

Auf den Folgenden Bildern haben wir viele rote Markierungen gemacht, diese werden wir nun erklären.

image
(Screenshot: http://webnews24.net/)

Der Seiteninhalt

Auf der Seite wird die schier unglaubliche Geschichte von einem McDonald’s Mitarbeiter erzählt, welcher mal so ganz nebenbei viel Geld gewinnt, seinen Chef anpöbelt und aufgrund seines Millionengewinns kündigt.

Er sah eine Werbeanzeige von dem Onlinekasino Stargames, welches Neukunden eine Gutschrift von 100€ schenkt und kam ins Grübeln:

Martin Reiter, so heißt der Mitarbeiter in dieser Geschichte, wie sie auch bei “Heftig” hätte erscheinen können. Denn: “Heftig, was dieser Mitarbeiter mit seinem Chef machte, nachdem er im Onlinecasino …”

Fehler, Gruppe existiert nicht! Überprüfen Sie Ihre Syntax! (ID: 1)

Aber irgendwie klingt das alles wieder zu gestellt ….  denn im Laufe des Artikels bekommt man immer mehr das Gefühl, man solle doch selbst mal unbedingt diese Spieleplattform selber ausprobieren.

Gerade zum Ende hin des Berichtes scheint es mehr als offensichtlich zu winken: ist das etwa alles Werbung?

image
(Screenshot: http://webnews24.net/)

Ja! Alles!

Aber sowas von Werbung! Und nun kommen wir zu den roten Markierungen auf den Bildern: jede von uns angebrachte Markierung auf den Bildern zeigt eine klickbare Schaltfläche. Die meisten sehen harmlos aus: Menüs, Links, Likeflächen etc. Jedoch führt keiner dieser Links auf das, was sie beschreiben, sondern unter jeder einzelnen klickbaren Stelle wurde ein Affiliate-Link, sprich ein Partnerprogramm gelegt.

Bis in die Kommentare, welche natürlich auch alle erfunden sind.

image
(Screenshot: http://webnews24.net/)

Partnerprogramme?

Ja, kein Problem. Das Glücksspielportal wirbt bei seinen Nutzern, dass man Geld verdienen kann, wenn man andere dazu überredet, sich bei der Plattform anzumelden. Damit man weiß, von wem diese Anmeldung kommt, bekommt jeder Partner einen Link, über den er identifiziert werden kann.

Verdiene Geld

Indem du neue Spieler für StarGames durch deinen Online Traffic anwirbst, kannst du ganz einfach Geld verdienen!
Wir bezahlen unseren Partnern zweimal im Monat ihren Verdienst aus. Weiters stehen dir täglich aktuelle Reports zur Verfügung um die Entwicklung deiner Promotionmaßnahmen zu kontrollieren und anzupassen.

In der vorliegenden McDonald´s Geschichte haben wir es mit einem besonders sorgfältig arbeitenden Partner zu tun, der umfassend eine Nachrichtenseite nachgebildet hat und nun hofft, dass möglichst viele Menschen dieser Falschmeldung auf den Leim gehen und sich anmelden, denn mit jeder Anmeldung verdient er mit.

Woher wir wissen, dass es eine Falschmeldung ist?

Wir wissen es, weil die Geschichte ein alter Hut ist. Wir wissen es, weil diese Story ursprünglich “McDonald’s Employee Quits, Tells Boss to “P*ss Off” After Winning $362,259 On Lunch Break” hieß und bereits in  den USA für diese Art von Werbung verwurstet wird.

McDonalds Employee Quits Tells Boss to Piss Off After Winning 362259 On Lunch Break
(Screenshot: phishlist.com)

Der abgebildete Herr ist im Übrigen in Wirklichkeit nicht Martin Reiter, sondern ein Mann,der sich Justin Speekz nennt und um den es die Meldung gibt, dass ihm gekündigt wurde, weil er mit freiem Oberkörper in einer Restaurantküche arbeitete und diese Bilder auch noch verbreitete. (siehe abc15.com)

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady