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Clowns, Clowns, Clowns und kein Ende. Abermals wird über soziale Medien ein Image geteilt, welches folgendes besagt:

-Mimikama unterstützen -

Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

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ALs Wortlaut:

EILMELDUNG

Laut Bundespolizei planen die Clowns am 25. Oktober eine Massen Säuberung! Bis zu 50.000 Personen mit Clwon-Masken werden in dieser Nacht unterwegs sein!

+++Bitte im Haus bleiben+++

+++BITTE TEILEN+++

Stimmt die Aussage?

So wie dieser hier dargestellt wird, stimmt die Sachlage nicht.

Es wurde für den 25.10 keine spezielle Warnung veröffentlicht und auch nicht, dass es 50.000 Clowns sein werden. Was jedoch zum Teil stimmt ist, dass es solche Clowns gibt.

Wir haben dazu bereits folgendes berichtet:

  1. Es handelt sich unserer Meinung nach um einen sogenannten Verängstigungsbullshit. Wir selbst haben darüber das erste Mal bereits am 11.10.2016 hier berichtet
  2. Menschen versetzen sich dabei gegenseitig in Angst und ergreifen teilweise auch Eigeninitiativen
  3. JA es gibt Menschen, die sich durch diese ganzen Meldungen nun “berufen” fühlen anderen einen Schrecken einzujagen, indem sie sich nun verkleiden.
  4. Es gibt aber auch Fälle die bei der Polizei angezeigt wurden, diese sich aber am Ende als eine “ausgedachte Geschichte” heraus gestellt haben.
  5. Und dann gibt es noch Nutzer, die nichts anderes zu tun haben, als Geschichten zu erfinden und diese im Netz zu teilen. Auch über diese haben wir hier im Falle Köln oder hier im Falle ganz vieler anderer Orte berichtet.

Ja es mag Fälle geben wo Clowns gesichtet wurden. Es gibt aber mehr Fälle an Fakes und Falschmeldungen im Netz als ECHTE Sichtungen und Anzeigen.

Wie soll ich mich nun verhalten?

Sollten sie im Netz auf solche Meldungen stoßen, dann prüfen sie immer zuerst die Quelle, die diese Behauptung veröffentlicht hat. Im Moment gibt es für einen Großteil der Fakemeldungen ein Indiz und zwar die URL: www.24aktuelles.com, über die wir hier ausführlich berichtet haben.

Sollten sie wirklich auf so einen Clown treffen dann:

  1. Rufen sie sofort die Polizei
  2. Bleiben sie ruhig und provozieren sie den Clown nicht. Im Normalfall handelt es sich um einen sehr schlechten Scherz des Clowns.
  3. Rufen sie laut um Hilfe und / oder bittet Leute, die sich in Eurer Umgebung befinden um Hilfe
  4. Versucht den Clown NICHT zu überwältigen.

Außerdem:

Sollte Ihr Kind so eine Nachricht bekommen, dann sprecht mit ihm darüber

Information an die CLOWNS selbst:

Die Polizei findet dieses Verhalten so gar nicht lustig. Ihr selbst bewegt Euch ganz nah am Rande der Legalität. Dieses Verhalten kann strafbar sein, auch wenn ihr das nur für einen Scherz alles haltet.

Es kommen Straftaten wie Bedrohung, Nötigung oder versuchte bzw. vollende Körperverletzung oder sogar gefährliche Körperverletzung in Betracht, da sich das Opfer bei der Flucht in Todesangst möglicherweise verletzt.

Quelle: u.a. Polizei Mannheim

Erweiterte Information der Polizei Thüringen:

+++ Horror Clown Prank – Da verstehen wir keinen Spass +++

Horror Clowns in Europa

Derzeit geht es durch die sozialen Medien wie ein Lauffeuer – die Horror Clowns sind auch in Mitteleuropa angekommen. Diese fragwürdige Trend schwappte über Großbritannien und Schweden aus den Vereinigten Staaten zu uns nach Deutschland. Und so kommt es, dass die Clowns auch in verschiedenen deutschen Städten wie Leipzig, Gelsenkirchen und anderen deutschen Städten aufgetreten sind. Zuletzt wurde in Leipzig eine Radfahrerin von einem Nachahmer erschrocken und verfolgt.

In den USA und Großbritannien hat dieser Trend schon seit diesem Sommer bizarre Ausmaße angenommen- Jugendliche werden mit Baseballschlägern, Messern, Äxten und Kettensägen angegriffen, in Schweden wurde bereits auf einen Mann eingestochen.

Der Erfinder der gruseligen Clowns, Stephen King, meldete sich bereits bei Twitter zu Wort und bat darum, die Hysterie um die Clowns abzuschwächen.

Im Vorfeld zu Halloween scheint sich hier ein „Spass“ zu verbreiten, der bereits den Status der Viralität erlangt hat.

Angefeuert wird die Hysterie von den Möglichkeiten der sozialen Netzwerke. Gerade auf Jugendliche hat das Thema eine anziehende, weil gruselig- schauderige und zugleich nervenkitzelnde Wirkung. Andererseits sorgen die Clowns für Angst und Schrecken unter Teenagern. Die sekundenschnelle Verbreitung über Tweets, Posts und Kettennachrichten tut ihr Übriges und verstärkt die Viralität.

Zur Herkunft

Der Ursprung dieses Trends ist nicht genau zu ermitteln. Es gibt Thesen darüber, dass die Killer- Clown Hysterie eine groß angelegte PR- Aktion anlässlich des geplanten Remakes zu Stephen King’s „ES“ im Jahr 2017 ist. Andere sehen den Ursprung in der grundlegenden Angst vor Clowns. Wieder andere Quellen sprechen vom Ursprung in Greenville im US- Bundesstaat South Carolina. Dort hatten Clowns Kinder angesprochen und versucht, sie mit Süßigkeiten in den Wald zu locken. Eine weiterer Ursprung könnte der Serienmörder John Wayne Gacy Jr. Sein. Er ist ein amerikanischer Serienkiller und wurde am 10. Mai 1994 hingerichtet. Er war bekannt als der „Killer Clown“ und missbrauchte und tötete mindestens 33 Teenager in den Jahren 1972 – 1978. Er bekam den Beinamen, nachdem er auf Kinderpartys als „Pogo der Clown“ auftrat.

Falschmeldungen in sozialen Medien

Ganz besonderen Anklang finden die Killer Clowns in den sozialen Netzwerken. Auf Youtube sind Videos zu sehen, die den „Killer Clown Prank“ inszenieren. Manche davon wirken eher gestellt und harmlos, andere machen auf den Betrachter einen verstörenden und beängstigenden Eindruck. Gemeinsam haben die Videos jedoch stets den Protagonisten in einem mal mehr, mal weniger gruseligen Clownskostüm, der den unfreiwilligen Komparsen auflauert und nachstellt. Mal wird ein Baseballschläger oder Axt geschwungen, mal mit einer Kettensäge gedroht. Andere heben ein Grab aus oder stehen einfach nur da und starren, bis sie plötzlich auf die Person zurennen. Die Situationen leben stets vom Effekt des Moments, in dem die Opfer den Clown erblicken. Viele Opfer treten die Flucht an, andere gehen sogar zum Angriff über.

Bei Facebook werden mit zunehmender Intensität gezielt Falschmeldungen über das Satire- Fake- Newsportal „24aktuelles“ über Clownsichtungen und Angriffe in Deutschland formuliert und verbreitet. In Facebook- Gruppen wie „Was ist los in Jena“ und anderen sind bereits Meldungen über Sichtungen aufgetaucht, die nicht verifiziert werden konnten.

Auch auf Twitter sind die Clowns vertreten. Verschiedene Hashtags beschäftigen sich mit den Sichtungen von Killer- oder Horrorclowns.

Clownerie am Rande der Legalität

Die Attacken der Clowns sind dabei mitnichten nur ein Scherz. Ein Blick ins Strafgesetzbuch verrät, dass die maskierten Erschrecker sich am Rande der Kriminalität bewegen. Je nach Fall kommt hier zunächst eine Ordnungswidrigkeit in Betracht, die mit einem Bußgeld geahndet wird. Selbst wenn die Verfolgung durch einen Clown nur als Spass gedacht sein sollte macht man sich unter Umständen strafbar. Hier sind Straftaten wie Bedrohung, Nötigung bzw. versuchte oder vollendete Körperverletzung oder gar gefährliche Körperverletzung einschlägig, denn unter Umständen kann sich das Opfer bei der Flucht in Todesangst verletzen. Ganz davon abgesehen haben die Opfer mit Angstzuständen zu kämpfen.

Die Angreifer müssen auch damit rechnen, selbst angegriffen zu werden. Denn wenn man attackiert wird, darf das Opfer dem Angriff innerhalb der Grenzen der Notwehr begegnen.

Die Grenze zwischen dem „bloßen Erschrecken“ und dem direkten Angriff durch einen Clown ist fließend. Die Thüringer Polizei beobachtet das Phänomen sehr genau und bittet darum, die Sichtung dieser Horrorclowns zu melden, denn nur dann können wir diesem Phänomen Einhalt gebieten.

Verhaltenshinweise

  • Sprechen Sie mit ihren Kindern und Bekannten über das Thema.
  • Überprüfen Sie Meldungen in den sozialen Netzwerken auf den Wahrheitsgehalt und bleiben Sie skeptisch (Quelle, Nachweise, Querverweise).
  • Verbreiten Sie die offensichtlichen Falschmeldungen nicht weiter.
  • Behalten Sie bei Sichtung eines Horror Clowns die Ruhe und bleiben Sie gelassen. Dahinter steckt in der Regel ein Mensch, der einen Streich spielen will.
  • Zögern Sie bei einem Angriff nicht, die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. Melden Sie Sichtungen der nächsten Polizeidienststelle.

Quelle: Polizei Thüringen