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Gestern Morgen (15.01.2017) staunten sowohl mehrere Zeugen als auch Polizeibeamte der Inspektion Nürnberg-Mitte nicht schlecht, als ein Betrunkener mit einer Soldatenuniform und einer Pistole durch die Nürnberger Innenstadt lief.

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An der Uniform war ein Hakenkreuz angebracht.

Gegen 07:30 Uhr kam die erste Mitteilung, dass sich in der Kaiserstraße ein Mann aufhalte, der in kompletter „Nazi-Uniform“ unterwegs sei. Deutlich erkennbar sei ein Hakenkreuz. Zudem zeige sein Äußeres die Gesinnung.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen erbrachten zunächst keinen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Mannes. Wenig später kam die zweite Mitteilung. Der Mann soll sich nun in einer Gaststätte in der Hutergasse aufhalten.

Beim Eintreffen der Streifen hatte sich der Verdächtige jedoch schon wieder auf den Weg gemacht. Eine Streife entdeckte ihn dann im Rahmen der weiteren Fahndung in der Adlerstraße vor einer Diskothek.

Er wurde festgenommen, nachdem er eine Pistole mit sich führte. Von einem Hakenkreuz war zunächst nichts zu sehen.

Bei der Durchsuchung des 27-Jährigen aus dem Landkreis Fürth stellten die Beamten einen Aufnäher sicher, der ursprünglich an der Uniform angebracht worden war und ein Hakenkreuz unter einem Reichsadler zeigte.

Der Beschuldigte hatte diesen Aufnäher offensichtlich vor der Kontrolle heruntergerissen. Bei der mitgeführten Pistole der Marke „Luger 08“ handelte es sich um ein unbrauchbar gemachtes Sammlerstück. Sie wurde sichergestellt.

Die Uniform wurde zu Zeiten der DDR von der Nationalen Volksarmee verwendet. Dazu trug der Beschuldigte hohe Schaftstiefel.

Gegen den mit knapp zwei Promille betrunkenen Tatverdächtigen wurde Anzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz erstattet.

Quelle: Polizei Mittelfranken