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Über das Wochenende erhielten wir etliche Anfragen bezüglich eines Mannes, der einen Welpen an einem Ohr hochhält.

Das Bild wird zur Zeit auf Sozialen Netzwerken wie Facebook geteilt, zumeist mit einer Aufforderung diesen “Schreckensmenschen” zu ermitteln und ihn für diese Tat bezahlen zu lassen:

Quelle: Facebook / Screenshot Mimikama

Bild im Klartext:

Na los, Leute, verbreitet dieses Foto, damit dieses Stück Schreckensmensch ermittelt wird und sie für diese Humor Humor bezahlen………P.S. Gemeinsam haben wir das schon immer gemacht…

Hetze im Netz

Es gehört ja schon zum Social-Media-Alltag dazu, dass man sich mit diverser Hetze im Netz beschäftigen muss.

Beitragsersteller nutzen alte Geschichten, um Klicks zu sammeln oder Selbstjustiz zu üben.

Doch handelt es sich hierbei vielleicht gar um einen Fake?

Nein. Dieses Foto ist ECHT.

Es war einmal …

Nur ist dies gar kein aktuelles Foto aus dem Jahre 2017, sondern erschien bereits im März 2016 in lokalen Medien.

Laut Mississippi News Now (VORSICHT: Dieser Link enthält Bildmaterial, das verstörend wirken kann!) erschienen bereits Anfang des Jahres 2016 einige Fotos in Zusammenhang mit dem 35-jährigen Charoyd Bell aus Natchez (Stadt im Südwesten des US-Bundesstaates Mississippi) auf Facebook.

Diese Fotos gingen viral und empörten Internetnutzer, da er nicht nur diesen Welpen auf grausame Weise misshandelte.

Doch kam er damit durch? Ist es notwendig, noch heute zu einer Hexenjagd aufzurufen?

NEIN!

Dieser Mann wurde wegen Tierquälerei verhaftet und sitzt im Gefängnis!

Wie Mississippi News Now ebenfalls berichtet (auch hier teilweise verstörendes Bildmaterial!), war Charoyd Bell auch in der lokalen Hundekampfszene aktiv.

Sheriff Travis Patten äußerte sich nach dem Urteil gegenüber der Presse mit einer klaren Botschaft an weitere Tierquäler in der Szene: „Ich hoffe, dies sendet eine klare Botschaft an dieses County. Heute war es dieser junge Mann, morgen seid ihr es, und wir werden nicht aufhören, solange ihr nicht aufhört. Ich empfehle Euch, mit Hundekämpfen aufzuhören.“

Es ist nicht notwendig einen Appell zur Selbstjustiz oder Hexenjagden auf Facebook zu veranstalten.

Wer wirklich etwas Sinnvolles bewirken will, sollte derartige Bilder Facebook melden, sodass wir in Zukunft vielleicht weniger oft mit solchen Aufforderungen konfrontiert werden.

(Artikelupdate 24.11.2017: Information über Verurteilung des Täters hinzugefügt)

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