Die Polizei hat in der Fränkischen Schweiz im Kreis Bayreuth einen verwahrlosten Mann aus dessen Elternhaus geholt – Schätzungen nach, lebte er seit mehreren Jahrzehnten in Isolation

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Wie auf den Websites der Süddeutschen Zeitung und der Augsburger Allgemeinen, beschäftigt sich die Polizei gerade mit der Frage, ob ein Mann aus dem Kreis Bayreuth freiwillig im Haus der Eltern isoliert gelebt hatte oder nicht.

Der 43-Jährige wurde bereits am 21. September von der Polizei ins Krankenhaus gebracht, nachdem er zwischen 20 und 30 Jahre in Isolation bei seinen Eltern gelebt hatte. Die Polizei folgte einem Hinweis, der zu dem Haus im Landkreis Bayreuth führte.

“Wir wissen noch nicht genau, seit wann der Mann dort ohne ständigen Kontakt zur Außenwelt war und wie konkret das aussah – ob er zum Beispiel die Möglichkeit gehabt hätte, das Anwesen zu verlassen”,

beurteilt Polizeisprecher Jürgen Stadter die Lage.

Der Geborgene soll zwar verwahrlost gewesen sein, doch nicht unterernährt. Um die Persönlichkeitsrechte des Mannes zu wahren, wollte der Polizeisprecher keine genauen Angaben zum Zustand des Mannes machen – aber man könne von Isolation ausgehen.

Gegen die Eltern sollen Ermittlungen wegen Körperverletzung durch Unterlassung und auch Freiheitsberaubung eingeleitet worden sein.

“Vielleicht wollte der Mann das auch so”,

so Stadter.

Die Grundschule habe der Mann noch besucht, aber mit etwa 13 Jahren soll er die Gesamtschule verlassen haben.

“Irgendwann gab es dann eine Untersuchung mit dem Ergebnis, dass er nicht schulfähig sei.”

Die Mutter des Mannes gab an, dass ihr Sohn keineswegs befreit worden sei.

“Er wollte doch nicht raus.”

teilte sie mit.

Man habe ihn beschützen wollen und eingesperrt war er nicht. Er ist ebenfalls beim Einwohnermeldeamt registriert.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Augsburger Allgemeine

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