Nicht jedes Profil auf Facebook ist echt! Im Gegenteil: viele Millionen Profile in den Sozialen Netzwerken sind sogenannte Social Bots, welche manipulativ arbeiten. Leider sind sie oftmals nicht als Bots zu erkennen.

HINWEIS! Zu diesem Thema gibt es eine weiterführende und tiefergehende Analyse. Diese kannst Du HIER lesen.
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Die Watchseite “We’re watching you” hat mehr als 21 Gruppen auf Facebook gefunden, welche auffällige Ähnlichkeiten in den Administratorpositionen aufweisen [3], sowie aber auch ein identisches Verhalten beim posten von Facebookmeldungen zeigen [4]. Hierbei wird ein auffälliges Muster deutlich: die Profilbilder zeigen hübsche, selbstbewusste, aber auch kraftbetonte Frauen. Schaut man sich die Namen der Administratoren der veröffentlichten Liste von “We’re watching you” an [3], so sieht man hier verschiedene, immer wiederkehrende Profile, die sich mit weiblichen und selbstbewussten Bildern schmücken.

Verräterisch: diese Bilder der Botprofile finden sich in den Googleergebnissen auch an anderen Stellen des Netzes wieder. Der Grund: dieses Profil kann gar kein Gesicht haben, denn Social Bots sind keine Menschen, sondern Programme, welche wie ein Account, ja wie ein Mensch in den sozialen Netzwerken agieren. Du denkst, du schreibst in den Kommentarspalten mit einem Menschen oder bist mit einem Menschen befreundet, doch das trifft hier nicht zu.

Bots oder Fakeprofile?

Bots kommen immer häufiger auch politisch zum Einsatz, wenngleich Bots oftmals aus wirtschaftlichen Zwecken auf Dating-Plattformen oder in Rezensionsspalten ebenso zum Einsatz kommen. Pikant an dieser Stelle: die von der Watchseite “We’re watching you” aufgedeckten Profile handeln stark politisch und betreiben über 20 Facebookgruppen mit mehreren tausend Mitgliedern. Zudem haben die einzelnen Profile selbst auch mehrere tausend Freunde.

Die Gefahr

Erst kürzlich haben wir gewarnt: Bots verzerren aufgrund ihres massenhaften Auftretens die Realität! Das Verhalten von Bots kann am Ende nicht nur dazu führen, dass Menschen manipuliert werden, sondern die gesamte Kommunikation in Netzwerken gestört wird, so dass viele Menschen sich aus der Diskussion entfernen, nicht mehr teilnehmen und somit verstummen. Dieses potentielle Resultat wäre somit nicht nur antidemokratisch, sondern auch eine Form des “Silencing” (Ruhigstellen gegnerischer Positionen).

Vertiefend weiterlesen in unserem Artikel “Social Bots und Scripte doch im Einsatz?” HIER.

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