Amazon-Mail lockt in Abofalle

Mail „Wi͏r ͏s͏c͏h͏u͏l͏d͏e͏n ͏i͏h͏n͏e͏n ͏e͏i͏n͏e ͏En͏t͏s͏c͏h͏u͏l͏d͏i͏g͏u͏n͏g“ führt in Abofalle!

Von | 2. Januar 2020, 15:39

Eine scheinbare Mail von Amazon, in der ein hoher Gutschein versprochen wird, leitet Nutzer in eine Abofalle.

Dabei gehen die Betrüger nicht einmal subtil vor, bereits an mehreren Punkten kann man erkennen, dass die Mail und der Link darin nicht seriös sind, doch wer dies alles übersieht, wird dann auch am Schluss wahrscheinlich in die Abofalle tappen.

So sieht die Mail aus:

Die Mail verspricht viel

Die Mail verspricht viel

Der Text in der Mail ist als Grafik eingebunden, so können Spamfilter den Inhalt kaum ausfiltern. Auf der Grafik steht:

„Hallo,

wir bedauern, dass Sie letzte Woche schlechte Erfahrungen mit unseren Diensten gemacht haben.

AMAZON erkennt die Auswirkungen dieses Vorfalls auf die Community. Wir haben es verdient, ein verantwortungsbewusstes Mitglied dieser Gemeinschaft zu sein, und wir werden weiterhin nach ereignislosen Aktivitäten streben. Wir müssen Maßnahmen ergreifen, um unsere geliebten Kunden zu schützen.

Akzeptieren Sie diesen Gutschein in Höhe von 500 Euro, um ihn beim nächsten Mal für Ihre Zahlung zu verwenden.“

- Werbung -

Das Streben nach ereignislosen Aktivitäten

Tragisch, denn eine Aktivität seitens Amazon sollte doch wenigstens ein Ereignis nach sich ziehen, nämlich eine ausgeführte Bestellung.

Ignorieren wir aber an dieser Stelle einfach mal, dass der Text keine persönliche Anrede hat, klingt, als ob er mehrmals durch Google Translate gejagt wurde, und es wahrscheinlich gar keine schlechte Erfahrung in der vergangenen Woche gab, und klicken wir doch einfach mal den Link an.

Vom Gutschein zum Gewinn

Hier wird wohl geglaubt, dass die Nutzer die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege haben, denn nach einem Klick wird aus dem 500 Euro-Gutschein plötzlich ein Gewinn, und das Amazon-Logo schaut auch verdächtig anders aus:

Vom Gutschein zum Gewinn

Vom Gutschein zum Gewinn

Natürlich hat man nur 5 Minuten Zeit, schnell eine belanglose Umfrage zu beantworten, bevor man sich eines der begehrten Smartphones scheinbar sichern kann.

Gleich schnappt die Abofalle zu

Ein Schritt trennt den Nutzer noch vom Smartphone: Die Qual der Wahl!

Nicht mehr weit bis zur Abofalle

Nicht mehr weit bis zur Abofalle

Da haben wir aber wahnsinniges Glück: Das Angebot ist begrenzt und von jedem Modell sind nur noch zwei Stück verfügbar!

Der letzte Schritt zur Abofalle

Nun ist es nicht mehr weit: Nur noch Name, Adresse, Email und selbstverständlich die Kreditkartendaten soll man eingeben:

Viele Daten machen die Abofalle perfekt

Viele Daten machen die Abofalle perfekt

Moment…. da steht doch was von einem Abonnement, oder?

Das Abonnement

Worum es da genau geht, erfährt man, wenn man ein wenig weiter nach unten scrollt, dort steht nämlich:

Da endlich ist sie nun: Die Abofalle

Da endlich ist sie nun: Die Abofalle

Im gut leserlichen Grau auf Schwarz und Mikroschrift steht da:

„Durch die Anmeldung für das Probeabo über eine Woche nehmen Sie automatisch am Gewinnspiel von BudgetKeep teil. Wenn Sie Ihr Abonnement nicht vor Ende der Probephase kündigen, wird es automatisch in ein monatliches Abonnement überführt und Ihre Kreditkarte wird alle 30 Tage mit dem Betrag von 44 Euro belastet.

Ob man je ein Smartphone sehen wird, kann man bezweifeln (immerhin es ja eine „Verlosung“), ein teures Abonnement hat man aber auf jeden Fall abgeschlossen… und schnell kündigen ist kaum möglich, da die Ersteller der Seite sich haben anonymisieren lassen.

- Werbung -
 

Fazit

Rechtlich ist kaum gegen die Ersteller solcher Seiten vorzugehen: Diese sitzen zumeist anonymisiert im Ausland, oftmals hilft nur das Sperren der Kreditkarte. Dies ist ohnehin anzuraten, denn häufig werden diese Daten dann im Internet gehandelt, weitere Abbuchungen sind zu erwarten.

Auch interessant:

Coronavirus SARS-CoV-2: Wir brauchen deine Unterstützung


Der Coronavirus SARS-CoV-2 stellt uns als Gesellschaft und als Mimikama vor großen Herausforderungen und bringt uns an unsere Grenzen. Jeder gibt seinen Teil dazu bei um zu Unterstützen. Unsere Unterstützung an der Gesellschaft ist es, gegen Fakenews anzukämpfen und dies mittlerweile fast 20 Stunden pro Tag. Gegenüber anderen Medien, haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle offen halten. Wenn jeder, der unsere Faktenchecks liest, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben und wir können gemeinsam gegen Fakenews vorgehen. Unterstützen Sie uns und tragen auch Sie dazu bei, die Zukunft von Mimikama zu sichern.
Hier kannst Du unterstützen: via
PayPal, Steady oderPatreon
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -