Immer wieder senden uns Nutzer Anfragen zu diversen Artikeln von WIZE.life. Dürfte wahrscheinlich an der Art der Aufbereitung dieser liegen. Wir wissen es auch nicht so genau. Im Moment geht es um angebliche Maden in Ferrero Rocher, zu denen wir immer wieder Anfragen bekommen so wie diese:

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Eine süße, wohlschmeckende Praline, feinste Schokolade mit Haselnuss. Und Maden.

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Das zeigen jedenfalls Videos aus den USA. Das finden viele Menschen ziemlich widerlich und wollen nun nicht mehr zu Ferrero Rocher greifen. Dabei liegt es weniger am Produkt, sondern vor allem an der Lagerung, ob ein unfreiwilliger Proteinzusatz enthalten ist.

Die Videos sind nun inzwischen auch in Deutschland angekommen, und mehrere Tageszeitungen haben auch bereits berichtet. Ferrero hat schon darauf reagiert, und erklärt, dass es sich um Fälle falscher Lagerung außerhalb des Werks handelt.

Wir sind natürlich keine Hellseher, und deshalb wissen wir nicht, ob nicht mancher Nutzer von Facebook und Co. auf der Suche nach Klicks beim ein oder anderen Madenfall nachgeholfen hat. Wie bei den Videos, die von Maden befallende Mandarinen und andere Zitrusfrüchte zeigen, ist es aber durchaus wahrscheinlich, dass Schokolade ebenfalls ein Brutkasten für Insekten sein kann.

Die Maden in den Videos sind noch recht klein.

Zieht man die Zeit für Transport und Zwischenlagerung ab, ist es, wie Ferrero dies auch mitgeteilt hat, überaus wahrscheinlich dass die Maden erst nachträglich in das Rocher gekommen sind.

Wo Lebensmittel sind gibt es eben auch Insekten, die Schokolade, Früchte, Fleisch und Co. gerne als Nahrungsquelle für sich selber und den Nachwuchs nutzen. Dasselbe gilt übrigens auch für Bakterien.

Wer Ferrero Rocher trocken und kühl lagert kann die Gefahr für einen Befall deutlich reduzieren. Ausschließen kann man es nur, wenn man massenhaft Pestizide einsetzt – ob Ferrero Rocher dann aber noch eine leckere Praline ist darf man bezweifeln.

Übrigens: Wer mal nicht richtig hingeschaut hat und eine Portion Protein extra bekommen hat braucht keine Angst zu haben. Die Maden sind nicht gefährlich, übertragen keine Krankheiten und sterben im Körper einfach ab.

Verweise: Wize.life, Farhad Navidi-Facebook

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