Mehrere Tausende Kunden von nicht genehmigten Lottotippgemeinschaften aus dem Bundesgebiet sind im Zeitraum von 2013 bis 2015 um insgesamt mindestens fünf Millionen Euro betrogen worden.

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Im Zuge der Ermittlungsarbeiten durchsuchten Kriminalbeamte des Polizeipräsidiums Krefeld nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krefeld und mit Unterstützung der jeweiligen örtlichen Behörden bereits am Mittwoch, 2. November 2016, Firmen und Privaträume in Koblenz, Frankfurt am Main, Offenbach und Mülheim an der Ruhr.

Zeitgleich wurden mit Unterstützung der Steuerfahndung Düsseldorf und des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen Geschäftsräume in Riga (Lettland) durchsucht.

Die Beamten stellten dabei umfangreiches Datenmaterial und zahlreiche Unterlagen sicher.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, die Mitglieder ihrer nicht genehmigten Tippgemeinschaften um Großteile ihrer Wetteinsätze betrogen zu haben. Diese Kunden sollen zuvor von einem Krefelder Geschäftsmann, der mittlerweile zu einer mehrjährigen Freiheitsstraße rechtskräftig verurteilt wurde, angeworben worden sein.

Den Tatverdächtigen wird zur Last gelegt, von den Monatsbeiträgen der Lottospieler in Höhe von rund 50 Euro nur einen Bruchteil als tatsächlichen Lottoeinsatz verwendet zu haben.

Die mutmaßlichen Täter sollen die Monatsbeiträge über einen ausländischen Zahlungsdienstleister per Lastschriftverfahren eingezogen haben. Dabei entstand zwischen 2013 und 2015 ein Gesamtschaden in Höhe von mindestens fünf Millionen Euro. Ferner besteht der Verdacht, dass die mutmaßlichen Täter ihre Geschäftstätigkeit ins Ausland verlegt haben, um sich so dem Zugriff der deutschen Behörden zu entziehen.

Während der Razzia konnten die Polizeibeamten der Ermittlungskommission „Pay“ auch den 51-jährigen Hauptverdächtigen festnehmen.

Er befindet sich nun in Untersuchungshaft. Im Wege der Vermögensabschöpfung wurden zudem Konten des Beschuldigten gepfändet.

Quelle: Polizei Krefeld

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