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In den letzten 7 Tagen ist besonders aufgefallen, dass eine Vielzahl von Phishingmails eine angeblich neue EU-Gesetzesänderung beschreibt, die es nötig macht, dass man sich zwingend verifizieren müssen. Uns liegen hier verschiedene betrügerische Mails vor, die angeblich aus Händen von Amazon oder PayPal stammen sollen und exakt dieses Argument nutzen.

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Warum ausgerechnet eine EU-Gesetzesänderung? Ein plausible Erklärung für dieses Scheinargument wäre, dass viele Menschen es durchaus Erwarten, dass für sie unverständliche Änderungen auf EU-Ebene vollzogen werden. Daher sind diese Argumente oftmals für die Empfänger derartiger Mails schwer prüfbar.

Wichtiger Hinweis: Erwähntes Unternehmen (PayPal) hat mit der Betrugsmasche nichts zu tun. Sie selbst wurden hier Opfer, indem ihr Name missbräuchlich verwendet wird, um Nutzer in die Falle zu locken!

Daher nochmals deutlich: diese Art der Verifikation ist nicht notwendig! Auch bei der im Folgenden dargestellten Mail handelt es sich um einen Betrugsversuch:

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Der Inhalt dieser E-Mail lautet:

Datum
23.04.2017

Wichtige Information

Hallo Werner [***],
Aufgrund einer Eu-Gesetzesregelung sind alle Zahlunsanbieter im Europäischen Raum seit dem 01.04.2017 gesetzlich dazu verpflichtet Ihre Kundendaten zu verifizieren.
Aus diesem Grund müssen wir Sie bitten Ihre Kundendaten zu bestätigen.
Bitte nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und führen Sie den Prozess unter folgendem Link durch:

Bestätigungsprozess starten

Bitte bestätigen Sie Ihre Daten innerhalb von 48 Stunden.
Sollte keine Bestätigung vorliegen sind wir dazu gezwungen Ihr Konto vorrübergehende zu deaktivieren.
Wir entschuldigen uns Im Vorfeld für die Unannähmlichkeiten.

Viele Grüße,
PayPal Support Team

Hinter der Adresse “hcustomersupport- 45328993. id9854238998.hqtyfasdfs. xyz” lauert eine Phishingfalle, welche die Daten von PayPalnutzern abgreifen will. Das soll funktionieren, indem ein gefälschter Login dem Besucher gegenübersteht, welcher der Anmeldung auf PayPal nachempfunden ist. In diesem mehrschrittigen Prozess wird zunächst um einen vermeintlichen Login gebeten, in dessen Verlauf dann Nutzerdaten, aber auch sensible Bankdaten abgefragt werden.

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Wir warnen davor, auf diesen Seiten wahrheitsgemäße Angaben zu machen!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt. Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.