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Trotz enormer Aufklärungsarbeit überschwemmen weiterhin angebliche Sensationsvideos von der Machart der [SCHOCK]-Videos Facebook. Der Grund hierzu ist recht einfach: hinter der ganzen Geschichte steckt eine Klickfalle.

Ein ganz frisches (angebliches) Video ist hierbei besonders erwähnenswert, weil das Umfeld dazu recht sorgfältig angepasst wurde. Es wurde extra dafür eine Facebookseite mit dem Namen “Daniella Katzenberger” erstellt, sowie auch eine Domain mit dem Namen daniela-katzenberger(punkt)net.
Es geht hierbei um ein angebliches Filmchen von Daniela Katzenberger mit der Überschrift (Achtung, Zitat!):

Mein Porno wie ich gefickt wurde!

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Gleichzeitig wird über die Domäne daniela-katzenberger(punkt)net auch ein alter Bekannter vertrieben:

Die Gymnasiastinnen beim Spiel in der Sonne

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Das bedeutet, wir sind uns recht sicher, dass von dieser Quelle in Zukunft weitere [VIDEO 18+] oder [SCHOCK]-Videos verteilt werden.

Neues Vorschaubild – alte Masche

Irgendwie hat sich aber, außer dem Umfeld, nicht viel zu der Machart der üblichen [SCHOCK]-Videos nichts geändert. Direkt nach dem Klick auf das Vorschaubild wird der Nutzer auf eine externe Seite geleitet, welche Facebook nachempfunden ist und – ach schau an – die Selbe Umgebung aufweist, wie alle anderen [SCHOCK]-Videos auch. Sieht ja sehr “Rose”ig aus.

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Klick und like – unbewusst

Wer nun das Video anklickt (am Besten sollte man die Seite schon längst wieder geschlossen haben), wird auf eine weitere Seite geleitet, auf der man mittels einer billigen Grafik bestätigen solle, dass man über 13 sei.

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Nun, was man hier klickt, ist so ziemlich irrelevant, da hinter dieser Seite ein Script steckt, dem es recht egal ist, was man anklickt – es wird bei Klick aktiv.
Und wie es sich für Menschen gehört, die etwas verbergen wollen, ist auf dieser Seite natürlich die rechte Maustaste deaktiviert. Also schnell mal die Entwicklertool öffnen und nachschauen, was da vor uns versteckt werden soll:

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Diesen Code werden wir uns mal in Ruhe zur Brust nehmen. Fakt ist jedoch: ein Video lässt der Code nicht abspielen, sondern lässt den Nutzer ungewollte diverse Seiten liken. Was es nun aber zu sehen gibt, wenn man die pseudo-Altersbeschränkung anklickt? Nun, aktuell nichts.

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Achtung – bitte Aktivitätenprotokoll öffnen

Es wird nun aber Zeit, in das Aktivitätenprotokoll bei Facebook zu schauen, ´denn hier hat sich einiges getan.

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Das voran gegangene Script hat ein paar Likes gesetzt, die gilt es zu entfernen!

Für die Zukunft ein Hinweis:
Diese Seiten, wie [SCHOCK]-Videos oder andere Sensationsvideos, welche en Like verlangen, sind fast immer mit einer Klickfalle versehen. Daher raten wir, dass man zuerst denken – dann klicken sollte.

Autor: Andre, mimikama.at