Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

Seit Jahren hält sich dieses Gerücht: „Wenn ein Dieb dich dazu zwingt, Geld aus einem Geldautomaten zu nehmen, widersetze dich dem nicht. Stattdessen gibst du deine PIN in umgekehrter Reihenfolge in den Automaten ein.”

- Sponsorenliebe | Werbung -

Angeblich werde dadurch die Polizei alarmiert und das Geld komme so halb aus dem Automaten heraus, so dass der Dieb keinen Verdacht schöpft.

Dieses Gerücht hört man seit Jahren immer wieder, es geistert sogar international mithilfe von Sharepics durch die Newsstreams. Die Idee hierzu ist übrigens kein Fake, sie entstammt von einem Geschäftsmann namens Joseph Zingher, der sich diese sogar patentieren ließ. Doch dieses Patent ist nie in die Tat umgesetzt worden!

image

Nicht praktikabel

Aufgrund der Problematik, dass Palindrome-PINs (z.B. 1991, 3883, 4224 usw.) nicht erfasst werden könnten, eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Fehlalarm gegeben ist und nicht zuletzt die Gewährleistung, dass Verbrechen dadurch verhindert werden können, wurde diese Idee nie umgesetzt. Des Weiteren bestand seitens der Bankindustrie kein Interesse an Zinghers Idee.

Die offizielle Stellungnahme der Federal Trade Commission, in deren Zuständigkeitsbereich die Angelegenheit fallen würde, verweist darauf, dass die Notfall-PIN nicht an Bankautomaten eingesetzt wurde und wird:

FTC staff learned that emergency-PIN technologies have never been deployed at any ATMs. The respondent banks reported that none of their ATMs currently have installed, or have ever had installed, an emergency-PIN system of any sort. The ATM manufacturer Diebold confirms that, to its knowledge, no ATMs have or have had an emergency-PIN system

image

Fazit:

Der Originalbeitrag stammt aus dem Jahre 2006 und ist ein FAKE, da er behauptet, die Technologie sei an den Bankautomaten verfügbar – das ist sie aber nicht. Die Idee und das Patent haben weder genügend Zuspruch noch entsprechende Umsetzung gefunden.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady