Je mehr „Beweise” dafür angeführt werden, dass christliche Traditionen und Weihnachten umbenannt, gar abgeschafft werden sollen, desto skurriler wird es.

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Denn jetzt hat es den Lichtermarkt Elmshorn getroffen, an mehreren Stellen auf Facebook stehen sowohl der Begriff „Lichtermarkt”, wie auch das Motiv des Plakates in der Kritik (wobei Kritik ein eher nettes Wort an dieser Stelle ist). Es gibt verschiedene Statusbeiträge, doch der wohl am stärksten verbreitete Beitrag hat mittlerweile über 2000 Interaktionen erreicht.

Mit den einleitenden Worten „Der Gipfel der Selbstverleugnung! Was für erbärmliche deutsche Arschkriecher es doch gibt! Offenbar überdurchschnittlich viele in Elmshorn! Zur Krönung als neues verordnetes Menschenbild mittendrin ein „echter Deutscher“…” findet sich folgender stark verbreiteter Statusbeitrag:

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(Screenshotcollage: Facebookstatus & Stadtmarketing Elmshorn)

Begleitet von christlich weihnachtlichen Kommentaren und sprachlichen Schmankerln aus dem Lande der Dichter und Denker steht der Lichtermarkt Elmshorn ganz plötzlich in der Kritik: Hat man es etwa gewagt, in diesen Zeiten einen Weihnachtsmarkt aufgrund übertriebener Political Correctness in “Lichtermarkt” umzubenennen?

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Skandalöse Umbenennung?

Äh, nun ja. Der Lichtermarkt Elmshorn heißt nicht erst seit gestern so. Wir können zumindest online Spuren bis in das Jahr 2008 zurückverfolgen, als der Markt schon in völliger Selbstverständlichkeit diesen Namen trug (vergleiche Webseite vom 19.10.2008). Hier lautete es:

Der Stadtmarketingverein veranstaltet als Ergänzung zum Lichtermarkt auf dem Alten Markt in Zusammenarbeit mit der Firma Interevent aus Dorsten auf dem Holstenplatz über sechs Wochen eine 350 m² große Open-Air-Eisbahn.

Also gab es diesen Namen definitiv bereits 2008, genauer gesagt schon seit 2007, denn das Stadtmarketing Elmshorn musste bereits eingreifen und hat sich gegenüber den Anschuldigungen auf der eigenen Facebookseite gewehrt:

Da hier einige Verwirrung um den Namen des Lichtermarkt Elmshorns zu herrschen scheint: Bereits seit 2007 trägt der Weihnachtsmarkt in Elmshorn den Namen Lichtermarkt. Wer den Elmshorner Weihnachtsmarkt kennt, weiß, dass die Weihnachtslichter ein besonderes Merkmal des Marktes sind. Die Weihnachtsbeleuchtung wird seit 2007 im Rahmen eines sogenannten PACT (Partnerschaft zu Attraktivierung von City-, Dienstleistungs-, und Tourismusbereichen) realisiert. Gleich zu Beginn dieser Initiative hat man sich entschlossen, dem Elmshorner Weihnachtsmarkt mit „Lichtermarkt“ einen neuen Namen zu geben. [vergleiche]

Wir haben überdies auch schriftlichen Kontakt mit dem Stadtmarketing Elmshorn aufgenommen und über Informationen zu der Entstehung des Namens, bzw. der Tradition des Lichterfestes gebeten.

Auch die Beschreibung des diesjährigen Lichtermarktes mit weihnachtlichem, mit Lebkuchenmotiv geschmücktem, rustikalen Budendorf, 50 Weihnachtstannen, einer großen mit Kugeln und Lichterketten geschmückten Tanne, extra für den Lichtermarkt entworfenen Weihnachtstassen und Christbaumkugeln, Zusammenarbeit mit der Kirche in Punkto Weihnachtkonzerte, Auftritt des Weihnachtsmannes etc. sprechen doch sehr für einen ganz traditionellen und gemütlichen Weihnachtsmarkt.

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