Smartphones haben echtes Suchtpotenzial, wie Experten 2018 vielerorts feststellen mussten
Smartphones haben echtes Suchtpotenzial, wie Experten 2018 vielerorts feststellen mussten
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Wissenschaftlich belegte Smartphone-Sucht, Extremismus, Fake News und strengerer Datenschutz!

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Kaum eine andere Erfindung hat den Alltag in den vergangenen Jahren so drastisch verändert wie das Handy. Doch Vorsicht: Smartphones haben echtes Suchtpotenzial, wie Experten 2018 vielerorts feststellen mussten. Eine ähnliche Schattenseite verorten sie auch bei sozialen Medien wie Facebook und Co. Deren Nutzung kann aber nicht nur abhängig machen, sondern ist auch aufgrund des dort verbreiteten Hasses und Extremismus zunehmend problematisch. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass die diversen Anbieter das Problem von Fake News genauso wenig in den Griff bekommen wie den Datenschutz.

Erschreckendes Suchtverhalten

Handys sind als kleine mobile Alleskönner für viele Menschen mittlerweile zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens geworden. Manche lieben ihr Smartphone sogar so sehr, dass sie sich lieber einen Finger abschneiden lassen würden, als darauf verzichten zu müssen (siehe: http://pte.com/news/20180703004 ). Erschreckend ist, dass ein Suchtverhalten in Bezug auf die Handy-Nutzung vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten ist. Zwei Drittel der Eltern machen sich deshalb Sorgen um ihre Sprösslinge, geben aber auch selbst zu, zu viel Zeit mit ihrem Mobiltelefon zu verbringen (siehe: http://pte.com/news/20180824003 ).

Smartphone-Sucht verleitet Nutzer dabei oft auch zu besonders unvernünftigem Verhalten. So zeigte etwa eine Studie der University of Pennsylvania, dass jeder zweite US-Amerikaner auch dann im Auto telefoniert, wenn Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren mitfahren (siehe: http://pte.com/news/20180713002 ). Jeder Vierte kann im Bett nicht die Finger vom Handy lassen und chattet selbst im Halbschlaf noch mit Freunden (siehe: http://pte.com/news/20181205001 ). Auch am Arbeitsplatz hinterlässt diese Entwicklung Spuren: 92 Prozent der Angestellten in den USA werfen alle 20 Minuten einen Blick auf ihr Mobilgerät, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben (siehe: http://pte.com/news/20181011023 ).

Interessant ist, dass das Handy anscheinend generell immer seltener zum Telefonieren benutzt wird. Die britische Netzagentur Ofcom bestätigte, dass die Zahl der klassischen Telefonate auf mobilen Endgeräten 2017 erstmals zurückgegangen ist. „Sie werden wohl zunehmend durch die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter und WhatsApp ersetzt“, vermuten die Experten. Das sei nicht nur in Großbritannien so, sondern auch in Deutschland und in anderen Industrieländern (siehe: http://pte.com/news/20180806003 ).

Hass und Extremismus

Gerade die sozialen Online-Medien standen 2018 in einem schlechten Licht: erstens, weil auch hier immer mehr Experten vor einem Suchtverhalten warnen (siehe: http://pte.com/news/20180227020 ) und zweitens, weil die verschiedenen Plattformen vielfach zur gezielten Verbreitung von Hass und Extremismus beitragen. Das ist ein Problem, das inzwischen auch von den politischen Entscheidungsträgern erkannt worden ist. Die EU-Kommission hat deshalb im September einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der den Internetfirmen eine Stunde Zeit gibt, um extremistische Inhalte von ihren Seiten zu entfernen – ansonsten drohen hohe Geldstrafen (siehe: http://pte.com/news/20180912013 ).

Google, Facebook, Twitter und Co versuchen auch selbst, aktiv gegen derart problematisches Material vorzugehen. Der Mikroblogging-Dienst Twitter kündigte Mitte Oktober an, Tweets von Nutzern, die gegen die Regeln des Unternehmens verstoßen, künftig unzugänglich zu machen (siehe: http://pte.com/news/20181018016 ). Auch beim größten Netzwerk Facebook reagierte man endlich auf die anhaltende Kritik, zu wenig gegen Hass und Verhetzung auf dem eigenen Portal zu unternehmen. Eigenen Angaben zufolge sollen alleine im dritten Quartal dieses Jahres rund drei Mio. terroristisch motivierte Beiträge von der Seite entfernt worden sein (siehe: http://pte.com/news/20181109018 ).

Kampf gegen Fake News

Das Image der sozialen Medien wurde aber auch durch den anhaltenden Kampf gegen Manipulation und Fake News weiter angekratzt. „Ein Erfolg stellt sich bislang nicht ein, das Problem bleibt“, so das Urteil einer Untersuchung mehrerer US-Universitäten (siehe: http://pte.com/news/20181105017 ). Twitter werde beispielsweise nach wie vor mit Falschmeldungen geflutet – pro Tag sollen es eine Mio. Tweets sein, wie eine Analyse zum Wahrheitsgehalt entsprechender Meldungen auf der Seite ergab (siehe: http://pte.com/news/20181005014 ). Die Mehrheit der Fakes werde dabei nicht von Menschen online gestellt, sondern automatisch erzeugt und verbreitet.

Dass die Verwendung von Bots im Zusammenhang mit irreführenden Postings 2018 rasant zugenommen hat, bestätigte eine Forschungsarbeit aus Oxford. Diese hat Manipulations-Kampagnen von politischen Parteien in 48 Ländern entdeckt und berichtet davon, dass sie vor allem während Wahlperioden deutlich zunehmen (siehe: http://pte.com/news/20180724002 ). In den USA sind es wenig überraschend die politisch rechts stehenden Nutzer und Trump-Anhänger, die auf Facebook und Co bei der Verbreitung von Fake News ganz vorne liegen (siehe: http://pte.com/news/20180207003 ).

Neue Datenschutzregeln

Manipulation ist nichtzuletzt auch ein Vorwurf, den sich die Internetkonzerne angesichts der Ende Mai in Kraft getretenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gefallen lassen müssen. Experten des Norwegian Consumer Council stellten diesbezüglich Ende Juni unmissverständlich klar, dass die aktuellen Datenschutz-Updates von Firmen wie Google oder Facebook nicht mit den neuen EU-weiten Regeln vereinbar sind. Ihrer Meinung nach zeige das „einen Mangel an Respekt für Nutzer und eine bloß vorgegaukelte Kontrolle über persönliche Daten“ (siehe: http://pte.com/news/20180628024 ).

Die Einschätzung, dass die Privatsphäre der User besser vor möglichem Missbrauch geschützt werden muss, scheint sich aber nicht nur innerhalb der EU, sondern auch der USA immer stärker durchzusetzen. Dort legte die Interessenvertretung für Verbraucherschutz U.S. PIRG im April einen Vorschlag für strengere Regeln vor, der gewissermaßen eine „DSGVO light“ darstellt (siehe: http://pte.com/news/20180411003 ).

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