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Unser Kooperationspartner checked4you hat einen sehr interessanten Artikel zum Thema: “Hochgeladene Kontakte bei Facebook löschen” veröffentlicht, welchen wir an dieser Stelle gerne weitergeben möchten.

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Bei Apps, die dein Adressbuch auslesen wollen, solltest du ganz genau forschen, warum sie das wollen.

Du kennst das sicher: Du installierst eine App, die unter ihren Berechtigungswünschen den Zugriff auf deine Kontakte fordert. Und was passiert dann mit den Einträgen? Bei Snapchat zum Beispiel werden sie mit den Profilen aller Snapchat-Nutzer abgeglichen und laut Snaps Datenschutzerklärung kann es sein, dass Informationen über dich zusammengeführt werden. Was heißt das konkret? Ein Beispiel: Du hast bei Snapchat deine Handynummer nicht angegeben – Gründe dafür gibt’s ja einige. Andere Snapchatter haben die Nummer in ihrem Adressbuch und noch weitere Rufnummern von dir gespeichert. Die könnte Snapchat dann auch kennen und dir zuordnen. Die App lässt sich glücklicherweise auch nutzen, wenn man den Zugriff auf die Kontakte nicht erlaubt.

Genauso Facebook. Die gehen noch weiter: Die App bietet dir die Möglichkeit, dein Adressbuch direkt hochzuladen. Das lässt sich in den App-Einstellungen deaktivieren und bei den aktuellen Facebook-Nutzungsbedingungen solltest du das unbedingt machen. Wie, das zeigt checked4you auf Ihrer Webseite!

Wer neugierig ist und in dem Hinweistext aus Bild 4 auf den kleinen Link „verwalten oder löschen“ klickt, erfährt Folgendes: „Nur du kannst deine Kontakte und die dazugehörigen Informationen sehen. Facebook verwendet allerdings die zu deinen Kontakten hochgeladenen Inofs für Freundschaftsvorschläge sowie zur Verbesserung des Services.“ Was Facebook genau unter „Verbesserung des Services“ versteht, bleibt unklar.

Sehr klar allerdings ist die Rechtslage in Deutschland:

Wer Daten an Dritte weitergibt, muss dafür das Einverständnis der Betroffenen haben. Wenn du also Facebook erlaubst, auf die Daten deiner gespeicherten Kontakte zuzugreifen, brauchst du rein rechtlich von jedem einzelnen Kontakt die Erlaubnis dazu. Die einzuholen (am besten auch noch schriftlich) ist ja vollkommen absurd.

Stell dir vor, es gibt Leute in deinem Freundeskreis, die Facebook ganz bewusst zum Beispiel ihre Handynummer nicht verraten. Aber über dich gelangt die Nummer doch ins Netzwerk. Blöde Sache oder?!

WhatsApp und Faceook

Verschärft wird die Angelegenheit dadurch, dass WhatsApp (das ja zu Facebook gehört) seine AGB im August 2016 dahingehend geändert hat, dass Informationen der App auch an Facebook weitergegeben werden sollen. Wenn dazu auch die Kontakte gehören – wovon auszugehen ist – dann gelangen deren Nummern somit doch wieder an Facebook (und z. B. an Instagram, die auch zu Facebook gehören …). WhatsApp schreibt selbst in seinen FAQ zum Thema, dass man der Verwendung der Daten zu Werbezwecken widersprechen könne, um gleich danach zu ergänzen: „Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten …“.

Und das sind nur Beispiele – unser Rat gilt natürlich für jede App, die Zugriff auf deine Kontakte fordert: Überlege dir genau, welche App zugreifen darf und was die Betreiber mit den Daten machen wollen! Denn du hast die Verantwortung dafür!

Noch ein Tipp

In iOS und Windows kannst du in den Einstellungen der Betriebssysteme jeder einzelnen App bereits eingeräumte Rechte wieder entziehen. Bei Android funktioniert das leider erst ab Version 6 (Marshmallow).

Quelle: checked4you