Rückgang bei Mais um bis zu 50 Prozent könnte Massenflucht bewirken

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Die Ernten in Afrika südlich der Sahara werden in den kommenden Jahrzehnten wegen des Klimawandels in einigen Ländern um mehr als 20 Prozent sinken, sagen Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

In dieser Region leben heute 25 Prozent aller unterernährten Menschen der Welt. 300 Mio. sind dort auf Getreide und Mais als Hauptnahrungsmittel angewiesen.

Ernteausfälle aufgrund von Trockenheit könnten noch mehr Menschen zur Flucht veranlassen.

Heute an morgen denken

Die Region gehört zu denen in der Welt, die vom Klimawandel am härtesten getroffen werden, sagt Amy Dale vom MIT, Hauptautorin der Studie. Laut Co-Autor Kenneth Strzepek soll eine Karte entstehen, aus der die Auswirkungen auf die einzelnen Länder hervorgehen.

Diese Information sei entscheidend für die Zukunftsplanungen der einzelnen Regierungen. Sie soll verhindern, dass neue große Infrastrukturprojekte in 30 Jahren scheitern, weil die Dürre genau diese Region unbewohnbar macht.

Die MIT-Forscher haben Afrika in Zellen von 200 Quadratkilometern zerlegt. Auf jeder dieser Zellen wurden Klimawandel- und Wachstumssimulationen für Mais durchgeführt.

Es flossen Informationen über die Güte der Böden, die bebaute Fläche und andere örtlich relevante Daten ein.

Das Team simulierte die Ernteerträge für die Jahre 2030, 2050 und 2090 jeweils unter zwei Randbedingungen: Klimaerwärmung um zwei und vier Grad bis zum Ende des Jahrtausends.

Positive Folgen für Äthiopien

Im schlimmsten Fall, also einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur um vier Grad, gäbe es katastrophale Ernteausfälle in der bereits heute von Dürren geplagten Sahelzone, aber auch in südlicheren Ländern.

Einige Staaten müssten mit einem Minus von 50 Prozent rechnen. Die Studie zeigt allerdings auch Positives.

Im äthiopischen Hochland würden die Ernten zunehmend besser ausfallen. In Zentralafrika, beherrscht von tropischen Regenwäldern, werde es keine Veränderungen geben. Dort werde es weiter genügend Regen geben.

Ein Team aus Forschern der Technischen Universität München, des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung und des Stockholm Resilience Centre ist weniger optimistisch.

Der Klimawandel werde auch in Regenwaldgebieten für geringere Niederschläge sorgen.

Das werde dafür sorgen, dass Bäume sterben.

Die Folge: Noch mehr Bäume verschwinden, ein fataler Dominoeffekt.

Quelle: pressetext

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady