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Deine Erfahrungen – deine Geschichten! Seit eBay boomen die Privatverkäufe im Netz. Zunächst in Form von Onlineauktionen, mittlerweile immer beliebter als kostenlose Kleinanzeigenformate.

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Ist es nicht wunderbar, wenn man ungenutzte Dinge verkaufen kann? Oder gar umgekehrt, man bekommt endlich zu einem günstigeren Preis etwas, was man immer schon haben wollte. Unsere Kolumne mit Lesergeschichten. Wir haben unsere Leser gebeten, die verrücktesten Stories einzusenden, die ihnen während der Kleinanzeigenkommunikation widerfahren sind. So wie dieser Erfahrungsbericht: verkaufen kann jeder, aber die Polizei hat man nicht immer dabei!

Verkauf „mit Polizei“

Vor einigen Jahren war ich leider dazu gezwungen, meine rot/schwarze Honda nach einem Unfall zu verkaufen. Eingestellt habe ich diese damals auf eBay-Kleinanzeigen (verständlich als NICHT FAHRTÜCHTIG vermerkt). Es ergaben sich auch einige Interessenten aber einer blieb mir besonders im Gedächtnis.
Da die Maschine den Winter über unter Ihrer Plane verbrachte, war inzwischen auch die Batterie in Mitleidenschaft gezogen und die sowieso nicht fahrbereite Maschine ließ sich nun auch nicht mehr wirklich starten. Das war dem Käufer recht egal und wir vereinbarten einen Besichtigungstermin.

Dieser verlief anfangs wie gewohnt. Während der Begutachtung nannte ich die Mängel und was gemacht werden müsste – wie es sich halt gehört.
Nach einiger Zeit bekamen wir unerwarteten Besuch von den lieben Herren der Polizei. Drei Beamte stiegen aus und fragten, wem das Motorrad gehören würde. Nach Bestätigung der Fahrzeugpapiere, Ausweises und co, durfte ich erfahren worum es eigentlich ging. Mein Motorrad soll vor wenigen Stunden einen Unfall verursacht und sich vom Tatort entfernt haben.
Da die Maschine seit Monaten stand und aufgrund der Mängel null fahrtüchtig war, erklärte ich dieses den Beamten. Als diese dann den Interessenten der Maschine sahen, ging da das Prozedere weiter und die Situation wurde für mich sichtlich unangenehm, was besonders dem verstörten und wütendem Blick des Käufers anzudenken war.
Auch dort habe ich erwähnt, dass die Maschine null fahrbereit sei und habe auch gezeigt, was alles defekt ist und ich mit diesen Mängeln sicherlich nicht fahren würde. Und erst recht keine Fahrerflucht begehen würde!
Schließlich stellte sich heraus, dass das gesuchte Fahrzeug nicht meines war und ein Zeuge das Nummernschild falsch im Gedächtnis hatte (konnte nebenher noch erfahren, dass eine gelbe Yamaha gesucht wurde), die Beamten bedankten sich für die Kooperation und fuhren wieder von dannen.

Sichtlich erleichtert wendete ich mich also wieder dem Käufer zu, der genauso verwirrt schien wich ich.
Letzten Endes kam es bei diesem Interessenten zu keinem Handel, später wurde ich die Maschine aber dennoch los.


Nicht jede Erfahrung ist jedoch negativ, es gibt hin und wieder auch nette Geschichten zu erzählen. So wie die von Sarah:

Das Trinkgeld

Meine kuriose aber erfreuliche Geschichte:
Ich hatte eine Kaffeemaschine für 49€ inseriert. Ich bekam eine Anfrage ob ein Versand möglich sei. Die Person würde auch 60€ zahlen. Ich bejahte die Versandanfrage und schrieb dazu, dass 55€ ausreichen würden, da der Versand nur 6€ koste.
Zurück kam die Antwort „Habe 60€ überwiesen“.
Es kamen tatsächlich 60€ an. Ich betrachte es nun als Trinkgeld 😉


Deine Story ist gefragt!

Deine verrückteste, absurdeste, ärgerlichste, tollste, dreisteste oder auch überraschendste Geschichte bezüglich Onlinekleinanzeigen ist gesucht. Es ist ein Wahnsinn, was man alles so erlebt, wenn man Inserate aufgibt und Anfragen beantwortet. Umgekehrt aber auch … denn es gibt Verkäufer, die malt man sich im Traum nicht aus. Was hast DU bereits erlebt? Sende DEINE Geschichte, lass uns alle daran teilhaben! Wir eröffnen eine neue Kolumne über Kleinanzeigen im Internet, deine Geschichte kann dort (natürlich anonymisiert) erscheinen. Sende die Mail mit dem Betreff „Kleinanzeigen“ an andre@mimikama.at