Unser Kooperationspartner Onlinewarnungen.de klärt auf: Die Betrugsmasche auf eBay Kleinanzeigen weitet sich massiv aus. Betrüger nehmen im großen Stil per SMS Kontakt mit Verkäufern auf eBay-Kleinanzeigen, Quoka.de, willhaben.at, tutti.ch und anderen Anzeigenmärkten auf.

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Im gebrochenen Deutsch bekunden sie Interesse an dem angebotenen Artikel und wünschen einen Kontakt per E-Mail. Allerdings wollen die Kriminellen Ihnen kein Geld bezahlen, sondern abkassieren. Wir erklären die Masche und erläutern, wie Sie sich schützen.

Mit unterschiedlichen SMS oder Nachrichten über eBay nehmen vermeintliche Kaufinteressenten Kontakt mit Verkäufern auf eBay-Kleinanzeigen auf. Häufig interessieren sie sich für hochwertige Elektronik wie Smartphones, TV-Geräte oder Tablet-PCs. Aber auch größere Einrichtungsgegenstände sind im Visier der Vorschussbetrüger. So berichtet uns ein Verbraucher vom angeblichen Kauf eines Teppichs. Allerdings spielt die eigentliche Ware für die Betrüger meist gar keine Rolle.

Vorsicht ist auch bei Antworten auf die SMS der Betrüger geboten. Diese gehen in der Regel ins Ausland und können im schlimmsten Fall zur Kostenfalle werden.

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So läuft die Masche ab

Den Schilderungen unserer Leser ist zu entnehmen, dass die Betrüger nicht einheitlich vorgehen. Dennoch folgen Sie einer bestimmten Masche. Zuerst versenden Sie an die bei eBay-Kleinanzeigen hinterlegte Handynummer eine SMS oder Nachricht per WhatsApp im gebrochenen Deutsch. Bekannt sind uns bisher folgende Texte:

Hallo, ist Ihre Möbel gelistet kleinanzeigen noch verfügbar zum Verkauf bitte Antwort an karinschlueter01 @gmail. Dank

 

Hallo ist das Fahrrad noch verfügbar zum Verkauf? wenn ja Antworten Sie mir wieder auf johndice0 [email protected] com

 

Guten Morgen ist Ihre Möbel auf kleinanzeigen noch zum Verkauf erhältlich? Sie antworten mir auf elisabethalves223 @gmail. com Dank

Zunächst täuschen die Kriminellen ein Kaufinteresse vor. Entweder werden weitere Bilder angefordert, Fragen zum Zustand des Artikels gestellt oder der Preis verhandelt. Am Ende wird man sich jedoch immer einig. Dann heißt es beispielsweise:

Hallo,

wir werden Ihren … kaufen und wir werden auch für den versicherten Versand zu uns nach London im voraus zahlen. (dhl kostet max 40 Euro)
Aufgrund der vielen Online-Betrugsversuche benutzen wir NUR Pay Pal. Es ist schnell und 100% sicher für Käufer und Verkäufer.
Sie erhalten das Geld von PayPal und ich erhalte sicher das Packet (Sendungsnummer zeigt die gesamte Route).
Wenn Sie ein ernster Verkäufer sind, ist PayPal (für Sie sicher) kein Problem.

Bitte schicken Sie mir Ihre Pay Pal EMail und den Preis inkl. aller Gebühren und ich zahle gleich.

Ich habe 1000 Euro verloren, weil ich das Geld auf das Bank-Konto eines Betrügers aus Hamburg schickte und ich habe nichts bekommen.
PAYPAL ODER NICHTS!!!!!!!!!

Vielen Dank!
–Beste Grüße aus London

Nach der Einigung teilen die fingierten Käufer mit, dass der Artikel in das Ausland verschickt werden soll. Mal ist es im europäischen Ausland und ein anderes Mal gehen die Artikel nach Übersee. Natürlich übernehmen die Käufer die Kosten. In manchen Fällen versuchen die nur per E-Mail erreichbaren Käufer noch eine emotionale Bindung zum Verkäufer aufzubauen.

Es folgt die Frage nach der Bankverbindung des Verkäufers, auf die der vereinbarte Kaufpreis überwiesen werden soll. Ist diese übermittelt, werden die Ganoven kreativ. Je nach Masche, fälschen sie PayPal-Zahlungsbestätigungen oder senden fingierte Bestätigungen von ausländischen Banken. Darin wird dem Verkäufer bestätigt und garantiert, dass der Kaufpreis zuzüglich der Versandkosten beim Käufer abgebucht wurde und treuhänderisch von der Bank verwaltet wird.

Die Überweisung erfolgt allerdings erst, nachdem der Verkäufer die Transportkosten an das Transportunternehmen überwiesen hat. Auch hier gibt es vom vermeintlichen Transportunternehmen gefälschten Schriftverkehr. Teilweise sollen die Transportkosten per Bargeldtransferdienst wie MoneyGram an den angeblichen Transporteur gesendet werden. Nicht selten handelt es sich um Beträge im dreistelligen Bereich.

In vielen Fällen werden auch Bestätigungen von PayPal gefälscht. Darin steht, dass das Geld vom Käufer eingegangen ist und sofort auf dem PayPal-Konto des Verkäufers gutgeschrieben wird, wenn dieser eine Sendungsnummer für den Versand der Ware hinterlegt. Das ist natürlich ebenfalls Unsinn. So eine Vorgehensweise gibt es bei PayPal nicht. Zu erkennen sind die gefälschten Schreiben übrigens an einem schlechten Deutsch und vielen Rechtschreibfehlern.

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