Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

„Lassen Sie Ihre Kinder keine Reiswaffeln essen.“ Wieder mal eine sinnlose, Panik verbreitende Warnung bei Facebook? Leider nicht!

- Sponsorenliebe | Werbung -

Dozent_Oliver_Klein

Oliver Klein, Mimikama-Gastautor


SPONSORED AD

Denn an der Warnung, ein übermäßiger Verzehr der beliebten Reiswaffeln sei eine schleichende Gefahr, ist in der Tat etwas dran

.image

Die Meldung ist KEIN FAKE. Sie geht zurück auf eine Studie vom September 2015 der Nationalen Lebensmittelbehörde NFA in Schweden, die insgesamt 102 verschiedene Reisprodukte auf Arsen getestet hat. Tenor: Esst weiter Reis. Aber besser nicht täglich! Und, ja: Das meiste Arsen fanden die Tester in Reiswaffeln, weshalb die Behörde tatsächlich dazu rät, Kindern unter 6 Jahren überhaupt keine Reiswaffeln zu geben.

Arsenbelastung

Über die Arsen-Belastung im Reis wird seit Jahren diskutiert. Denn Arsen ist ein Schwermetall, es wird als krebserregend eingestuft. Gerade beim Reisanbau wird häufig belastetes Wasser eingesetzt, dass inklusive Gift von den Reispflanzen aufgenommen wird.


SPONSORED AD


Die gute Nachricht: Das im Reis enthaltene Arsen stellt laut NFA erst ein Risiko für die Gesundheit dar, wenn man wirklich jeden Tag Reis isst. Bis zu viermal die Woche sei selbst für Kinder kein Problem. Und, wichtiger Tipp: Der Arsengehalt wird beim Kochen schon mal zur Hälfte reduziert, wenn man das Kochwasser wegschüttet. Was natürlich nicht für Reiswaffeln, Milchreis oder andere Reisprodukte gilt.

Ach ja: Seit dem 1. Januar gelten europaweit strenge Grenzwerte für Arsen in Reis (zwischen 0,2 und 0,3 mg pro Kilo Frischgewicht). Hoffen wir, dass sich die Industrie dran hält.

Dozent_Oliver_Klein

Oliver Klein, Mimikama-Gastautor
Redakteur und Rechercheexperte Klein gibt seit 2008 Seminare für Journalisten zum Thema Online-Recherche; eins der wichtigsten Themen ist natürlich Verification (neben Google-Tricks, Graph-Search, Umkreissuche in Sozialen Netzwerken usw.). Mehr über seine Arbeit gibt es auf http://rechercheseminar.de

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady