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… Ello? Ello, das groß angekündigte Alternativnetzwerk zu Facebook?

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Ello startete im März 2014 und wurde als das kommende alternative Netzwerk zu Facebook propagiert. Zunächst auch zurecht: keine Klarnamenpflicht und mit dem Versprechen, keine Datenkrake zu sein, machte Ello positive Schlagzeilen. Ferner gestalten sich die Richtlinien einfach und übersichtlich.

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(Screenshot: ello)

Ello verspricht, keine personenbezogenen Daten zu erheben. Zusätzlich habe man auch jederzeit die Möglichkeit, auch dies abzustellen.

The only data that Ello stores about you is what you enter on your settings page and what you post. All other usage data that we collect is anonymized, and you can opt out.

(Die einzigen Daten, welche Ello speichert, sind jene, die Du auf Deiner Einstellungen-Seite eingibst und das, was du postest. Alle anderen nutzerbezogenen Daten, welche wir sammeln, werden anonymisiert und Du hast die Möglichkeit, dies auch abzustellen.)

Große Versprechen, guter Start

Mit diesen Versprechen sollten natürlich frustrierte Facebooknutzer aufgefangen werden, was auch im Sommer 2014 zunächst funktionierte. Mehrere tausend Nutzer meldeten sich pro Tag neu an, es gab sogar eine Investitionsspritze von 5,5 Millionen Dollar. Aber Ello ist nicht Facebook – Ello funktioniert anders.

Auch ZDDK/Mimikama meldete sich bei Ello an und nach dreimonatiger Wartezeit kam die Freischaltung.

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Und dann passierte …

… nichts. Rein gar nichts. Ello zeigte sich als völlig interaktionsloses Netzwerk. Man hat zwar die Möglichkeit gehabt, selber Personen zu Ello hinzu zu fügen, jedoch hatten die meisten entweder kein Interesse an Ello, oder diejenigen, welche sich hinzufügen ließen, verloren sehr schnell das Interesse an Ello.

Würde es nicht hin und wieder Mails von Ello geben, so hätte man auch bereits vergessen können, dass Ello existiert. Man kann verschiedene Ursachen darin dafür sehen, dass letztendlich kaum jemand Interesse an Ello zeigte.Zum einen lud das kalte Design nicht zum Wohlfühlen ein.

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Wie auch bereits erwähnt, ist Ello nicht Facebook. Eigentlich hätte man auch niemals Ello als eine Alternative zu Facebook propagieren dürfen, denn dazu sind die Netzwerke zu unterschiedlich. Ello ist vielleicht eher eine Art Twitter – nur ohne Gezwitscher.

Irgendwie fand man sich auch nicht zurecht. es gab keine klaren Linien, keine genauen Führungen, alles wirkt ein wenig deplatziert. Die Funktionen waren teilweise nicht intuitiv und aufgrund ausgesparter Übersetzungen nicht immer direkt zu verstehen. Ja, Ello beschränkte und beschränkt sich weiterhin auf die englische Sprache.

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Somit ist es auch schon zwangsläufig logisch, dass eine lebendige deutschsprachige ausbleibt. Gleiches gilt auch für andere Sprachen.  Man scheint gänzlich auf einen europäischen Markt verzichten zu wollen.

Und PENG: Ello meldet sich wieder!

Somit verschwand auch für ZDDK/Mimikama vollends das Interesse, auf Ello zu interagieren. Nicht nur wir ließen Ello zurück, sondern zu Hundertausenden kehrten die Nutzer nicht mehr zu Ello zurück. Doch jetzt bäumt sich Ello nochmal auf und informiert seine Nutzer über die Möglichkeit, Ello per App zu nutzen.

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Zunächst nur für iPhone und iPad, im Sommer folgen die Apps für Android und Windows-Phone. Die Entwicklung und Verbreitung der App ist zumindest der richtige Weg, denn der Anteil der Mobilnutzer in sozialen Netzwerken liegt bei über 50%. Bei Ello jedoch eine späte Entwicklung, denn viele haben Ello bereits vergessen.

Kennst Du noch Ello?