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In Kiel werden nun weitere Prüfgeräte zur Echtheitsverifizierung von Papieren, Pässe und Dokumente eingesetzt, nachdem beim Testlauf bereits 4 gefälschte Dokumente entdeckt werden konnten.

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Wie der ‘NDR’ und die ‘Kieler Nachrichten’ berichten, werden in Kiel zukünftig Geräte zur Prüfung der Echtheit von Papieren, Pässen und Dokumenten verwendet.

Insgesamt werden 9 Computer-Anlagen aufgestellt. Unter anderem im Standesamt, beim Einwohnermeldeamt einschließlich der Stadtbürgerämter und der Ausländerbehörde.

Das Prüfgerät ermöglicht das Erkennen von Fälschungen von mehr als 1 000 unterschiedlichen Pässen, ID-Karten, Personalausweisen, Aufenthaltstiteln und Visa aus 160 Ländern.

Seit dem ersten Einsatz im Oktober 2014 in Köln wurden bereits 60 gefälschte Papiere entdeckt.

Der Nutzen von gefälschten Papieren

Kriminelle nutzen gefälschte Papiere für die verschiedensten Zwecke.

Zum Beispiel um Handyverträge abzuschließen oder Bankkonten einzurichten. Auch der Erlang von Meldebescheinigungen ist attraktiv, um Kindergeld, Sozialhilfe oder Wohngeld einzustreichen.

Der Einsatz von Prüfgeräten wurde aber auch in Erwägung gezogen, da es den Mitarbeitern bei der Vielzahl an weltweit kursierenden Papieren einfach unmöglich ist, jedes einzelne Dokument “mit vertretbarem Aufwand” zu prüfen.

Daniel Brüdegam, Arbeitsgruppen-Leiter im Ordnungsamt, sagt, dass die Mitarbeiter schon mal 40 bis 50 Ausweise in Augenschein nehmen müssen.

Probelauf in Kiel erfolgreich

Der zweimonatige Testlauf des neuen Geräts in Kiel im Frühjahr 2016 hatte sich bezahlt gemacht:

Bereits 4 gefälschte Dokumente konnten aufgedeckt werden.

Die Leasingkosten eines solchen Prüfgeräts belaufen sich dabei auf 20 000 Euro. Betrachtet man die Umstände, in denen ein Betrug gelang, ist mit einem Schaden von 20 000 bis 40 000 Euro zu rechnen – pro Fall.

Quellen: NDR, Kieler Nachrichten