Momo: Kinder sind verängstigt und stellen Fragen. Das Problem dabei ist, dass die meisten Erwachsenen damit völlig überfordert sind.
Momo: Kinder sind verängstigt und stellen Fragen. Das Problem dabei ist, dass die meisten Erwachsenen damit völlig überfordert sind.

Vorab: Niemand muss Angst vor Momo haben!

- Sponsorenliebe | Werbung -

Obwohl Momo seit Jahren Ihr Unwesen treibt und obwohl wir und unser Kooperationspartner “Saferinternet” und sogar der britische “Guardian” der Meinung sind, dass es nie nachweisliche Selbstmorde zur “Momo-Challenge” gab, ist Momo noch immer ein Thema unter Kinder, Erziehungsberechtigten und Pädagogen, wie auch ein aktueller Brief gerade wieder zeigt, der im Netz die Runde macht!

Dieses Schreiben macht im Netz gerade die Runde.
Dieses Schreiben macht im Netz gerade die Runde.

Es gibt Kinder die mehr als verängstigt sind und Fragen wie z.B. diese hier stellen:

Mama / Papa kommt Momo wirklich und muss ich mir dann weh tun?

Mit solchen Fragen sind die meisten Erwachsenen völlig überfordert. Erlaubt uns daher an dieser Stelle nochmals zusammenfassend einige Dinge zu MOMO zu sagen:

Muss irgendjemand Angst vor Momo haben?

Nein, denn Momo gibt es nicht!

Es gibt jedoch einen Momo-Hype.

Aber was ist mit diesem Gesicht, welches als Bild versendet wurde bzw. auch in diversen Videos auftaucht?

Bei diesem Gesicht handelt sich um den Kopf einer Statue, welche in der Vanilla Gallery in Tokyo, Japan ausgestellt war und von Besuchern den Spitznamen „Momo“ bekam.

Kann Momo mit jemand sprechen?

Nein! Momo gibt es nicht und sollte man einmal eine Stimme hören, dann stecken andere Menschen dahinter, die sich einen sehr blöden Scherz erlauben.

Hinter vermeintlichen Momo-Videos oder Nachrichten von Momo stecken immer MENSCHEN.

Warum machen Menschen so etwas?

Das sich gewisse Personen einfach nur einen schlechten Spaß erlauben möchten!

Speziell YouTuber haben bei diesem Thema in die Trickkiste gegriffen und vermeintliche Horrorgeschichten verbreitet, um Views und Aufmerksamkeit zu bekommen.

Aber es steht doch in der Zeitung / kam im TV. Dann muss es doch stimmen, oder?

Medien liefern gerne skandalöse Artikel und Geschichten und haben zum Teil einfach auch falsch und schlecht recherchiert!

Meine Freundin/Freund hat gesagt, dass sie davon gehört haben, dass es Momo gibt …

Ja das kann sein, dass Freunde so etwa behaupten, aber es handelt sich dabei um eine Art “Stille Post”. Am Ende weiß niemand mehr, was zu Beginn gesagt wurde  und vieles wurde hier nur hineininterpretiert!

Es gibt auch Kettenbriefe, die im Laufe der Zeit erstellt wurden und behaupten, Momo zu sein. Das gab es auch bereits mit Teresa Fidalgo (vergleiche).

Haben sich wirklich so viele Kinder schon wegen Momo umgebracht?

Ähnlich der Blue-Whale-Challenge, von der übrigens die Legende mit der Challenge entliehen wurde, sagt man der NIE GESEHENEN momo-Challenge Tote nach. Das sind zumeist Spekulationen oder auch unbewiesene Annahmen.

Gibt es die Momo Challenge denn überhaupt wirklich?

Es gibt keinen Nachweis darüber, dass es jemals so eine Challenge gab. Genau so wie damals auch bei der Blue-Whale Challenge. Beide  Legenden scheinen hier zu verschmelzten.

Es gibt aber auch Videos auf YouTube zu sehen! Sind die echt?

Egal in welcher Form Momo in Videos auftritt, Momo ist nie echt! YouTube selbst sagt dazu: “Wir möchten etwas zur Momo Challenge klären: Wir haben in letzter Zeit keine Beweise dafür gefunden, dass Videos die Momo Challenge auf YouTube bewerben. Videos, die schädliche und gefährliche Herausforderungen fördern, sind gegen unsere Richtlinien.” (Quelle: Twitter)

Auch hier gilt: Die Challenge ist ein Hoax, nicht jedoch die Tatsache, dass das Bild in Videos oder WhatsApp Nachrichten eingebaut wird.

Aber ich/ein(e) Freund/in hat selbst so ein Video gesehen!

Leider wurden viele erst durch die übertriebene Berichterstattung darauf aufmerksam und ahmen dies jetzt nach, produzieren Kindervideos mit „Momo“ mittendrin oder geben sich auf WhatsApp als „Momo“ aus. Dies ändert aber nichts daran, dass es sich nur um Menschen handelt, die sich einen schlechten Scherz erlauben, „Momo“ existiert trotzdem nicht.

Gibt es diese Statue noch?

Nein, mittlerweile gibt es diese Statue nicht mehr. Der Künstler war sehr unglücklich darüber, dass Bilder seines Kunstwerkes auf diese Art und Weise mißbraucht wurden. Er fühlte sich verantwortlich dafür, dass seine Statue Kindern weltweit soviel Angst bereitete. (weitere Informationen hier)

Hier noch Tipps unseres Kooperationspartners Saferintenret, wenn es um das Thema Kettenbriefe geht!

Thematisieren.

Sprechen Sie das Thema Kettenbriefe von sich aus an, auch ohne dass es einen konkreten Anlassfall gibt.

Erklären.

Erklären Sie das Prinzip von Kettenbriefen und machen Sie Ihrem Kind klar, dass man die in Kettenbriefen verbreiteten Horrorgeschichten nicht ernst nehmen muss – es droht keine echte Gefahr.

Nachfragen.

Fragen Sie bei Ihrem Kind immer wieder nach, ob es in letzter Zeit Kettenbriefe bekommen hat oder welche Nachrichten gerade in der Klasse im Umlauf sind.

Ängste ernst nehmen!

Wenn ein Kind sich Sorgen macht, dass es selbst oder eine nahestehende Person sterben könnte oder dass es in der Klasse unbeliebt wird, weil es eine Nachricht nicht weitergeschickt hat, dann sind diese Sorgen ganz real und oft auch sehr mächtig. Signalisieren Sie Ihrem Kind, dass es jederzeit zu Ihnen kommen kann, falls ihm ein Foto, ein Video, eine Nachricht etc. Angst macht oder es nicht schlafen kann.

Regeln vereinbaren.

Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden können und welche nicht. Angstmachende Nachrichten sollte Ihr Kind keinesfalls weiterverbreiten, da sonst noch mehr Kinder Angst bekommen.

Im Anlassfall:

Bleiben Sie ruhig! Reagieren Sie nicht mit Verboten, sonst könnte es sein, dass sich Ihr Kind beim nächsten Mal nicht wieder an Sie wendet.

Zusatzinformation

Das Phänomen „Online-Hysterie“

Im Internet sind Hysterien schnell entfacht. Bestes Beispiel sind die berühmten weißen Lieferwagen, die immer wieder dafür herhalten müssen, von Kindesentführern, Organhändlern oder Haustier-Dieben gesteuert zu werden.

Hier haben wir nun eine ebenfalls aufkommende Hysterie, ausgelöst anscheinend von einem Video eines Videos. Bisher konnten aber weder wir noch beispielsweise die Kollegen von „That’s Nonsense“ solche Videos ausfindig machen, allenfalls Videos, die erst wenige Stunden online sind und auf den Hype-Zug aufspringen, indem sie beispielsweise die Videos extra mit #Momo versehen, um Klicks zu bekommen.

Dazu kommt noch, dass sogar behauptet wird, dass sich mittlerweile drei Kinder in England deswegen umbrachten, obwohl dies bereits im Juli 2018 aufgrund den WhatsApp-Momo Nachrichten behauptet und niemals bewiesen wurde.

Was kann man als Eltern tun?

Wenn man nun Angst hat, dass die eigenen Kinder solche Videos auf YouTube zu sehen bekommen, was möglich ist, da nun viele Nachahmer aufgrund der Hysterie Videos hochladen werden, kann dem ganz einfach vorbeugen!

Nicht alleine lassen…

Kinder und YouTube – niemals ohne Eltern! Achten Sie darauf, was die Kinder sich anschauen und lassen Sie Ihre Kinder nicht also einfach stundenlang mit Tablet, Handy oder PC alleine!

Kostenpflichtige Angebote…

Kostenpflichtige Angebote in Anspruch nehmen, beispielsweise bieten „Netflix“ und „Amazon“ eigene Kanäle speziell für Kinder an

Weiterführende Artikel zu diesem Thema:

 

Artikelbild: Shutterstock / Production Perig

-Sponsorenliebe-

Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun?
Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama auch weiterhin geben.
►Hier geht es zur Kaffeekasse: https://www.paypal.me/mimikama