Viele unserer Leserinnen und Leser fragen sich derzeit zurecht was da gerade in der Türkei los ist und ob “Der Postillon” jetzt vielleicht die Türkei gehacked habe, nachdem pro-Erdoğan Hacker deutsche Twitter-Accounts, wie beispielsweise den BVB, Unicef oder Boris Becker gehacked und mit Propaganda überzogen haben.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Wir können an dieser Stelle antworten: Nein, dem ist nicht so! Die Satire wird gerade allerdings von der Realität überholt.

Die Spitze auf diesem Eisberg stellt aktuell (Stand: 15.03.2017, 20:23 Uhr) die Nachricht „Ein türkischer Züchterverband kündigte am Mittwoch an, eine Gruppe niederländischer Kühe aus Protest gegen das Verhalten Den Haags des Landes zu verweisen.”

„In Zukunft wollen wir keine Tierprodukte mehr aus Holland“

Nach übereinstimmenden Medienberichten möchte der türkische Fleischverband keine niederländischen Kühe mehr in seinen Betrieben dulden. Bülent Tunc (Verbandschef) äußerte dies gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Als ersten Schritt entsandte er 40 Kühe in die Niederlande. Sollten die Niederlande die Kühe nicht annehmen, wolle man sie in der Türkei schlachten und das Fleisch an die Bürgerinnen und Bürger verteilen.

Anmerkung der Autorin: Uns bleibt nur zu sagen, dass wir irgendwo insgeheim hoffen, dass auch nicht auch andere in der Türkei lebende Nutztiere von deutschen oder niederländischen Züchtern stammen – vor allem aber das Erdoğan sich wieder beruhigt. Denn schließlich stammt der Großteil der Haselnuss-Ernte aus der Türkei und dort droht bereits seit 2014 eine Verknappung der Haselnüsse. Was das für den Konzern ferrero und vieler Menschen heißgeliebtes nutella bedeutet, müssen wir hier nicht weiter ausführen. Die Folgen wären fatal.

vergleiche

Gordana Rammert, mimikama.at

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady