Erschießungen und Waffengewalt: in einem Brief droht ein unbekannte Absender, mit Waffengewalt gegen Muslime und Kommunalpolitiker vorzugehen, sollte sich das Stadtparlament Neu-Isenburg weiterhin für die Integration von Muslimen einzusetzen. Man gibt sich selbst als eine “Gruppe Christen beider Deutschen Konfessionen” aus.


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Dieses Schreiben wurde nach Angaben des Statuserstellers dem Bürgermeister der Stadt Neu-Isenburg am 09.03.2016 zugestellt. Es war andressiert “An den Bürgermeister” und spricht verschiedene Parteien des Stadtparlaments an:

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Diese Foto stammt aus der Gruppe “Refugees welcome – Neu-Isenburg” und trägt dort den Hinweis, dass es in Absprache mit dem Bürgermeister veröffentlicht wurde.

Über die angegebenen Kontaktmöglichkeiten haben wir um weitere Informationen dazu gebeten.

Telefonat mit dem Verfasser der Statusmeldung

In einem Telefonat  mit Henrik Kammermeier, der Initiator der Facebookseite „Refugees Welcome Neu-Isenburg“ und der Statusmeldung zum Drohbrief, wurde uns gegenüber bestätigt, dass dieser Brief echt ist und dass sowohl Polizei und Staatsschutz ermitteln.

Ferner verweist Kammermeier auf eine Pressemeldung, in dem der Bürgermeister die ebenso über den Brief Auskunft gibt. Die Frankfurter Neue Presse schreibt unter dem Titel „Todesdrohung gegen Muslime [1]“

Hunkel betonte auf Anfrage, dass er den Brief keinesfalls verheimlichen wollte. „Allerdings wollen wir solchen Wirrköpfen auch kein Podium bieten.

Auch wenn man derzeit keine wirklich akute Gefahr sehe, ist dennoch die Polizei eingeschaltet:

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Südosthessen gab nur die Auskunft, dass sie von dem Drohschreiben in Kenntnis gesetzt worden sei. Die Ermittlungen laufen und der Brief werde untersucht.

Man geht zur Zeit davon aus, dass aus Übermut zum AfD Wahlergebnis in Hessen dieser Brief aus unbekannter Hand geschrieben wurde.

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