Ein sich selbst versorgender Orden

Kein Fake: Die Nonne mit Gewehr und Reh

Von | 16. Januar 2019, 12:02

Anscheinend wird gerade ein Bild geteilt, an dem einige Nutzer zweifeln: Eine Nonne mit Gewehr und erschossenem Reh vor sich.

Um jenes Bild handelt es sich:

Screenshot: mimikama.at

Screenshot: mimikama.at

Ein geschickter Photoshop-Fake? Dürfen Nonnen denn überhaupt jagen? Was steckt dahinter?

Das Bild ist kein Fake

Tatsächlich ist das Foto echt. Es zeigt die Mutter Oberin des Ordens „Sisters of Reparation to the Most Sacred Heart of Jesus“ aus der Nähe von Steubenville im US-Bundesstaat Ohio, welche 2013 das Wild geschossen hat. Auch andere Seiten berichteten durchwegs positiv über die Bilder.
Das Bild war sowohl auf der Facebookseite als auch der Internetpräsenz des Ordens zu sehen. Dieses und andere Bilder mit totem Wild sind mittlerweile gelöscht worden.

Der Orden existiert erst seit 1998 und postete nicht nur das obige Bild. Screenshots der damaligen Postings sind aber noch auf anderen Seiten verfügbar:

Screenshot: bufale.net

Screenshot: bufale.net

Screenshot: bufale.net

Screenshot: bufale.net

Bei dem Mann auf den Fotos handelt es sich um Carvel Steinke, der den sich selbst versorgenden Ordensschwestern nicht nur das Jagen nach Essen beibrachte, sondern ihnen auch beim Feuerholz beschaffen, der Reparatur von Zäunen und Gerätschaften und dem Einmachen von Obst und Gemüse half.

Fazit

Das Foto ist echt. Der Orden versorgt sich selbst, dazu gehört auch die Jagd nach Nahrung. Aufgrund vieler Proteste beschloss der Orden jedoch, die kritisierten Fotos zu löschen.

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