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Wenn mich jemand fragt, wie die häufigsten Symptome resultierend aus der Nutzung sozialer Netzwerke lauten, so befindet sich “Empörung” definitiv in dieser Hitliste. Denn man kann sich über alles Mögliche lang und breit empören. Und dann kann man mit Hilfe dieser Empörung auch wunderbar zum einen selbst in den Mittelpunkt treten, zum anderen auch weitere Empörung entfachen.

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Doch “Empören” ist nicht unbedingt sexy, vor allem nicht dann, wenn man sich grundlos in die Empörung schmeißt und am Ende mehr herumrührt, als es die ganze Empörung wert ist. Schlimm wird es, wenn dann irgendwelche siebengscheiten Relativierer um die Ecke kommen und zeigen, dass die gezeigte Empörung ja überzogen ist.

Noch schlimmer ist es, wenn diese verdammten Relativierer auch noch richtig liegen, weil man ja nicht so genau hingeschaut hat oder beim Empören die ein oder andere Kleinigkeit überlesen hat. (Obwohl: da kann man sich doch eigentlich gleich wieder über die Relativierer empören? …. lassen wir das…).

Relativierer … da steckt der Begriff “relativ” drinnen. Zeit ist relativ kann man beispielsweise an dieser Stelle sagen, was auch gar nicht so verkehrt wäre und den Relativierern sogar Ehre macht. Denn schauen wir mal auf einen aktuellen Empörungstrend, der da lautet: “Südkorea fängt tausende Kapseln aus Menschenfleisch ab”.

Ja, passt schon. Diese Meldung ist kein Fake. Neben der WELT findet man auch in der Süddeutschen, der FAZ und auch dem ORF (und natürlich vielen vielen anderen) diese Meldung wieder.

Zeit ist relativ!

Und was nun alle diese Artikel gemeinsam haben, jedoch in der Empörung vielleicht untergegangen sein mag, ist die relative Komponente: die Zeit. Empörung hin oder her: der Inhalt stammt vom 08. Mai 2012! Leute, da wird vielleicht einer mal halb auf das Datum geschaut haben (ja … 08. Mai) und dann schon aufgehört haben.

Seit dem ist nichts mehr über diese Kapseln mit Menschenfleisch in den Medien aufgetaucht (vergleiche).

Viele andere haben im Anschluss bereits gar nicht mehr genau hingeschaut. Aber sich empört. Geht scho. Daher merken: es ist nicht allein wichtig, WAS in einem Artikel steht, sondern auch zu welcher Zeit er gehört.

Liebe Grüße aus der Relation … ähhh Redaktion.