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Eine der wirklich positiven Aspekte der sozialen Netzwerke ist die Solidarität, die Menschen aufbauen können.

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Und wenn es dann noch eine konstruktive Solidarität ist, die zu einem positiven Ergebnis führt, dann ist das Ergebnis umso erfreulicher.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Schade ist es jedoch, wenn all die helfenden Hände nichts von dem freudigen Ergebnis erfahren, dass die große Aktion erfolgreich war. Damit jedoch alle beteiligten Bescheid wissen:

Die Suche ist beendet!

Und darum ging es in dem Statusbeitrag, welcher am 31. August 2014 verfasst wurde:

Hallo Motorradfahrer,
gerade erhalte ich die bitte um Hilfe, dieses Bild zu teilen.

AUF DER NATIONAL STRASSE – N 340 IN SPANIEN, WURDE IM STRASSENGRABEN EINE FOTOKAMERA GEFUNDEN.
IN DER SPEICHERKARTE SIND UNHEIMLICH VIELE SCHÖNE BILDER UNTER ANDEREM DIESES HIER, WAS VERMUTEN LÄSST, DASS ES DIE BESITZER SIND, DIE DIE KAMERA VERLOREN HABEN.
VERMUTLICH AUS ENGLAND ODER DEUTSCHLAND ??

MIT EURE HILFE
WÜRDEN WIR GERNE DEN BESITZER DIE KAMERA UND DIE FOTOS ZUKOMMEN LASSEN.
ES WÄRE SUUUPER WENN IHR AUCH DIESES BILD MIT EUREN BIKERFREUNDEN TEILEN WÜRDET UND GEMEINSAM WIR DEN BESITZER FINDEN WÜRDEN.

LOS GEHTS RIDERS, MACHT BITTE MIT.

DIE LINKE ZUM GRUSS

Zu diesem Statustext gehört ein Bild, auf welchem eine Frau und ein Mann abgebildet sind. Bei den beiden scheint es sich um die Besitzer der Kamera zu handeln.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Die Solidarität unter den Empfängern dieser Nachricht schlägt nun mit über 102.000facher Verteilung zu Buche. Was interessant an dieser Zahl ist: schaut man sich die Verteilungen an, so bemerkt man mit Erstaunen, dass dieser Suchaufruf derzeit immer noch und in sehr kurzen Abständen verteilt wird.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Wir können auflösen!

Der Suchaufruf von “Jesus”, dem ursprünglichen Verteiler, fiel auf fruchtbaren Boden. Bereits im September 2014 meldete sich “Pepe” zu Wort. Pepe gab an, er hätte die Kamera an die Besitzer zurückgeben können. Pepe fungierte hier scheinbar als eine Art Mittelsmann, der nun im Namen der Besitzer Julie und Oliver P. aus Neuseeland auch den Dank ausspricht.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Übersetzung des obigen Textes von Ilca J. (vielen Dank!):

Hallo an alle, ich bin Belen Diaz, die Mutter von Pepe xxx. Ich habe in meinem email Postfach eine Nachricht der Eigentümer der verlorenen Fotokamera erhalten, die durch die Hilfe von euch allen gefunden wurde. In ihrem Namen, den sie mich nicht zu nennen baten, sende ich euch diese Nachricht:
Natürlich sind wir sehr froh, dass unsere alte Kamera gefunden wurde, aber mehr noch darüber, dass die Erinnerungen unserer Motorradreisen mehrerer Jahre wieder da sind, Erinnerungen, die wir schon verloren geglaubt hatten.

Zusätzlich zu dieser Meldung gibt es auch einen Artikel, in dem der gesamte Ablauf nochmal geschildert wird.

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(Screenshot: Diariosur.es)

Der ganze Artikel ist hier zu lesen: http://www.diariosur.es/axarquia/201409/02/facebook-pone-contacto-velez-20140902150741.html?hc_location=ufi

Vielen Dank für die Deutsche Übersetzung an Daniela R.!

Facebook verbindet Vélez-Málaga in Spanien und Neuseeland um eine verlorene Kamera zurückzugeben

Ein Mann aus der Region Málaga hat durch soziale Netzwerke ein Paar aus Neuseeland ausfindig machen können um ihm einen verlorenen Fotoapparat zurückzugeben

Ein Anwohner des Ortsteils Vélez-Málaga, selbst ein Motorrad-Fan, hat durch soziale Netzwerke ein neuseeländisches Motorradfahrer-Paar ausfindig machen können, um dem Paar seine verlorene Kamera zurückzugeben. Auf der Kamera hatte das Paar seine Reisen fotografisch festgehalten.

José Chica, der bei einer städtischen Reinigungsfirma arbeitet, erklärte gegenüber Efe, dass ihm ein Arbeiter eine Kamera gebracht habe, die er in einem Straßengraben an der Straße N-340 gefunden habe.

„Die Kamera war komplett mit Staub bedeckt und ich musste ein paar Teile wieder anstecken. Zu Hause angekommen konnte ich aber die Speicherkarte herausnehmen und sah, dass auf der Karte viele Fotos von einem Motorradfahrer-Paar und seinen Reisen in die USA, Südamerika oder Spanien waren.“

Daraufhin entschied sich Chica, auf seinem Facebook-Profil eine Nachricht zu posten, in der er um Unterstützung bei der Suche nach dem Paar bat. „Nicht wegen dem Wert der Kamera, sondern um ihnen die Speicherkarte zurückzugeben, deren Fotos für das Paar sicher einen emotionalen Wert haben.“

Nationale und internationale Motorsport-Organisationen und Clubs teilten die Nachricht von José Chica. Andere Nutzer teilten die Nachricht auch auf Twitter um die Reichweite zu vergrößern.

Ein anderer User meldete sich dann über Facebook bei Chica, nachdem er die Fotos in einem Motorrad-Forum gepostet hatte. Das Paar konnte so als Oliver und Julie Pflug identifiziert werden. Das neuseeländische Paar hielt sich in Spanien auf und bat ihre Dienste als Housesitter gegen freie Kost und Logis an.

Chica konnte dann mit dem Eigentümer der Kamera sprechen und eine Verabredung in Vélez-Málaga ausmachen um ihm dort die Kamera und die Speicherkarte zurückzugeben.

„Es ist unglaublich, wie sich die Leute zusammengetan haben und das wir die beiden in nur zwei Tagen gefunden haben. Wir haben Menschen um Hilfe gebeten, die bei den neuseeländischen Ämtern arbeiten um die Halter des BMW-Motorrads anhand des Kennzeichens auf den Fotos ausfindig zu machen. Die Polizei wurde auch kontaktiert.“, fügt Chica hinzu.

Der Motorradfahrer gibt an, er sei „aufgeregt“, das Paar nun wirklich zu treffen um ihnen die Kamera zurückzugeben und mehr über sie zu erfahren und darüber, wie sie die Kamera verloren haben.

Autor: Andre (der hier nur Spanisch versteht), mimikama.at

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