Immer wieder tauchen sie auf: Fakenews-Inhalte, die gleichzeitig als gesponserter Beitrag auf Facebook zu sehen. Das bedeutet: Auch Facebook verdient an diesen Beiträgen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Hier ist es der junge Millionär, der sein Geld verprasst. Jene Personen, die diesen Artikel eingeblendet bekommen, werden mit dem Statustext „der hat bald nichts mehr, da bin ich mir sicher” animiert, mit dieser Meldung zu interagieren und zudem am besten den verlinkten Text zu lesen. Bei diesem verlinkten Text handelt es sich um kommerzielle Fakenews, die wir genauer anschauen werden.

Doch bleiben wir noch einen Moment bei der Statusmeldung auf Facebook. Diese Fakenews trägt den Hinweis “Gesponsert”. Das bedeutet, der Verfasser dieser Statusmeldung hat sich Reichweite für seine Fakenews bei Facebook gekauft, Facebook also Geld für die Verbreitung von Fakenews gezahlt. Facebook hat dementsprechend akzeptiert und somit bekommen Nutzer die folgende Statusmeldung angezeigt:

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Dahinter steckt, wie bereits erwähnt, eine Fakenews. Darin beschrieben sind junge Millionäre, die nun ihr Geld verprassen. Warum sie das tun? Ganz einfach: Sie haben dieses Geld so ganz nebenbei und locker in einem Onlinecasino gewonnen. Sie haben nach Angaben des Artikels lediglich 150 € investiert.

Bämm!

Und damit begrüßen wir Sie in Ihrer Fakenews, supportet by Facebookreichweite. Bei dem dargestellten Inhalt handelt es sich um kommerzielle Fakenews. Die gesamte Geschichte um die jungen und verschwenderischen Millionäre ist erfunden. Hier finden wir eine pseudoredaktionelle Geschichte vor, die sich in der Optik eines „Finanz Blatt” hüllt.

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Man kann sich für diese Art der kommerziell betriebenen Fakenews immer merken: Es handelt sich um …

  • einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt, der keinerlei Wahrheitsgehalt hat.
  • eine Darstellung in Form einer News/Nachrichtenwebseite, die jedoch letztendlich keine ist.
  • einen Inhalt, der ein Verlangen/eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) anspricht.
  • einen Verfasser, dem der Inhalt egal ist. Es geht darum, Werbung anzuzeigen bzw. Werbelinks wirksam einzubauen.

In diesem pseudoredaktionellen Artikel befinden sich affiliate Links, die auf die Registrierung zu einem Onlinecasino leiten (Grand Mondial). Meldet sich jemand an dieser Stelle an, bekommt der Inhaber des Affiliatecodes aus dem Link eine Provision. Man kann also davon ausgehen, das die Autoren derartiger Fakenews auch gleichzeitig die Partner und Inhaber solcher Provisions-IDs aus den jeweiligen Codes sind. Denn je besser sich eine Story verkauft, desto mehr Menschen dürften auf eine Registrierung anspringen.

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