Leichter Zugang und fehlende Aufklärung als große Probleme!

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Kinder und Jugendliche, die regelmäßig pornografische Inhalte im Internet konsumieren, werden immer jünger. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Indiana State University in ihrer aktuellen Studie. Verantwortlich dafür sind laut Experten hauptsächlich Smartphones und der damit leichte Zugang zum World Wide Web.

Erste Erfahrungen mit 13

„Die Digitalisierung bringt größte Veränderungen mit sich – insbesondere für Kinder und Jugendliche“, sagt Bernhard Jungwirth, Projektleiter bei http://saferinternet.at, einer durch das Österreichische Institut für angewandte Telekommunikation koordinierten Initiative für den sicheren Umgang mit digitalen Medien, gegenüber pressetext.

„Wir müssen hier aber auch unterscheiden: Suchen die Jugendlichen aktiv nach diesen Inhalten oder werden sie, beispielsweise durch ‚Mutproben‘, damit konfrontiert?“ Vermittelt werden müsse, dass pornografische Inhalte nicht mit der Realität verglichen werden können, da es sich stets um gestellte Szenen handelt.

Laut der Erhebung schauen bereits 13-jährige Jungen und 14-jährige Mädchen regelmäßig Pornos. Für Marieka Farrenkopf, klinische Sozialarbeiterin aus Boston, ist das eine beunruhigende Entwicklung:

„Für Jugendliche, die denken, dass das Dargestellte den Sex zeigt, wie er sein soll, kann dies nachhaltig schädlich sein. Jungen und Mädchen sollen wissen, dass das, was da gezeigt wird, nicht dem entspricht, wie sie sich selber in Beziehungen verhalten sollen“, so die Pädagogin. In einigen US-Staaten werde deshalb diskutiert, ob der Kontakt mit Pornos für Heranwachsende schon als Problem der öffentlichen Gesundheit einzustufen ist.

Eltern verstärkt in der Pflicht

Vor allem die Erziehungsberechtigten stehen den Experten zufolge in der Pflicht, über Pornografie aufzuklären. „Es ist wichtig, dass Jugendliche lernen, dass beim Porno alles geschauspielert ist und keine Gefühle im Spiel sind“, so Farrenkopf. Und Jungwirth ergänzt abschließend: „Pornos sind nicht mit Aufklärung gleichzusetzen. Das ist die Aufgabe der Eltern.“

Quelle: pte

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