Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einem Umfrage gestartet. Jeder fünfte Smartphone-Besitzer (20,7%) jedoch nutzt sein Mobilgerät ohne jegliche Sicherheitsfunktionen zum Schutz des Smartphones und der darauf befindlichen Daten!

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Dreiviertel der Smartphone- und Tablet-Besitzer (74,6%) in Deutschland speichern sensible Daten wie Bilder, Videos, Kontaktdaten, Passwörter sowie persönliche Informationen etwa zur eigenen Gesundheit auf ihren Mobilgeräten.

Jeder fünfte Smartphone-Besitzer (20,7%) jedoch nutzt sein Mobilgerät ohne jegliche Sicherheitsfunktionen zum Schutz des Smartphones und der darauf befindlichen Daten.

Noch nicht einmal die Hälfte (46,3%) führt grundlegende Schutzmaßnahmen wie die Aktualisierung der installierten Software und Betriebssysteme durch.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Befragung des Marktforschungsinstituts TNS Infratest GmbH im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Anlässlich der vierten Aktionswoche im European Cyber Security Month (ECSM) klärt das BSI unter dem Motto „Smartphone & Co – sicher und mobil“ über Risiken und Schutzmaßnahmen rund um das Smartphone auf.

„Obwohl Smartphones bezüglich der Funktionen und Einsatzmöglichkeiten Computer im Hosentaschenformat sind, haben sich erforderliche Schutzmaßnahmen hier noch nicht so etabliert wie bei heimischen PCs“, sagt Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). „Deshalb bietet das BSI als Ansprechstelle für Fragen der IT-Sicherheit zahlreiche Informationsangebote und nutzt insbesondere Plattformen wie den ECSM, um die Bevölkerung für einen verantwortungsvollen und sicherheitsbewussten Umgang mit Smartphones und Co weiter zu sensibilisieren.“

Die meist genutzten Sicherheitsfunktionen

Von den verschiedenen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Smartphones werden regelmäßige Softwareupdates mit 46,3 Prozent am häufigsten umgesetzt.

An zweiter Stelle steht die Bildschirm- und Anwendungssperre durch Passwort, Zahlencode, Fingerabdruck oder Wischmuster (43,2%), gefolgt von 40,2 Prozent der Anwender, die einen Antiviren-Scanner auf dem mobilen Gerät installiert haben.

31,6 Prozent halten sich an die Empfehlung, Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterzuladen. Rund ein Viertel der Befragten (26,8%) deaktiviert Schnittstellen wie WLAN, Bluetooth oder NFC (Near Field Communication) nach deren Gebrauch. Anwendungen, die helfen das Gerät bei Verlust oder Diebstahl wiederzufinden oder zu verhindern, dass die darauf gespeicherten persönlichen Daten in falsche Hände geraten, sind wenig verbreitet: Nur 18,7 Prozent der Befragten besitzen eine Software zur Handy-Ortung und lediglich 10,3 Prozent eine App, die per Fernzugriff Daten löscht.

Empfehlungen des BSI

Das BSI empfiehlt Smartphone-Nutzern, einige einfache Sicherheitsempfehlungen konsequent zu befolgen.

Dazu gehören die regelmäßige und zeitnahe Aktualisierung von Betriebssystem und Programmen, um Sicherheitslücken zu schließen, sowie das Sperren des Geräts und einzelner Anwendungen mittels Passwort oder Code, beispielsweise per PIN, Fingerabdruck oder Wischmuster. WLAN-, Bluetooth- und NFC-Schnittstellen sollten nur bei Gebrauch aktiviert und Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie den offiziellen Appstores heruntergeladen werden.

Zudem sollte bei der Installation von Apps kritisch überprüft werden, ob die eingeforderten Zugriffsrechte erforderlich für deren Funktionalität sind.

Das Smartphone und seine Datenschätze

Drei von vier (74,6%) Smartphone-Besitzern speichern sensible Daten auf ihren Geräten. In erster Linie enthält das Mobilgerät private Bilder und/oder Videos (57,8%) sowie Kontaktdaten von Dritten (47,9%).

Bei 30,4 Prozent finden sich Standortdaten und Ortungsdienste auf dem Gerät und bei 29,8 Prozent ist der Direktzugriff auf private Nutzerkonten wie E-Mail-Dienste, soziale Medien oder Cloud-Services möglich. Fast jeder Fünfte (19,7%) hat Apps zur Speicherung und Auswertung persönlicher Informationen, beispielsweise Gesundheits- oder Fitnessdaten, installiert. Aufgrund der Vielzahl der gespeicherten sensiblen Informationen ist es ratsam, mit dem eigenen Gerät bedacht umzugehen, es nicht unbeaufsichtigt zu lassen oder zu verleihen sowie das Smartphone und die darauf gespeicherten Daten durch Sicherheitsfunktionen zu schützen.

Jüngere Generation vorsichtiger beim Umgang mit dem Smartphone

Während nur 66,8 Prozent der 55- bis 64-Jährigen mindestens eine Sicherheitsfunktion bei ihrem Smartphone einsetzen, tun dies mit 92,5 Prozent fast alle der befragten 16- bis 24-Jährigen. Die Jüngeren sind sich offenbar eher dessen bewusst, dass viele persönliche und schützenswerte Informationen auf dem Smartphone gespeichert sind. So gaben 60,9 Prozent von ihnen an, dass das Smartphone weiß, mit wem sie befreundet sind (55 bis 64 Jahre: 26,1%) und 60,1 Prozent, dass es auch die Lieblingswebseiten kennt (55 bis 64: 24,4%). Zudem ist die Hälfte der 16- bis 24-Jährigen der Meinung, dass im Smartphone Informationen zu persönlichen Interessen und Hobbys gespeichert sind. (55 bis 64: 15,3%).

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