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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Da sind auch Einwände aufgrund sicherer Hardware oder sicherer Software nicht Wirksam, wenn die Schwachstelle “Mensch” ins Visier genommen wird: mit Hilfe einer gefälschten Rechnung wollen Betrüger an den iTunes Zugang und an Kreditkartendaten gelangen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Dabei wird suggeriert, dass über den eigenen Apple-Account eine Software FotoMagico 5 gekauft wurde. Eine gefälschte E-Mail weist auf diesen Einkauf hin:

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Clever gelöst: die E-Mail macht in weiten Teilen gar nicht den Anschein, dass es sich um einen Fehleinkauf oder einen EInkauf durch dritte handelt könnte, erst beiläufig wird angemerkt, dass es bei diesem Einkauf nicht mit rechten Dingen zugehen könnte:

You [sic] order is under review because our system detect that you use a new unknown device
If you are not who process this transaction you can cancel it
athttp://buy.itunesconnect.com/WebObjects/…./accountSummary.

 

Der angezeigte Link ist NICHT der real angesteuerte Link, hier ist im Quelltext der Mail ein anderer Link hinterlegt.


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Phishing

Hinter dieser E-Mail steckt ein Phishingbetrug: diese Mail wird in wahllos versendet, in der Hoffnung, zum einen auf Applenutzer zu treffen, zum anderen aber auch, dass  diese durch den Inhalt irritiert werden und über den eingebauten Link eine vermeintliche Stornierung tätigen.

Diese Stornierung führt jedoch zu einer gefälschten Seite unter der Adresse “itunesconnect.id-manage.config.easyway.cdin.easyset02016.com”. Dort findet man einen nachgebauten Apple-Login vor:

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Das Ziel an dieser Stelle ist natürlich, dass der Besucher das Gefühl bekommt, sich hier bei Apples und dem iTunes-Login zu befinden und sich somit in Sicherheit zu wähnen. Hier geht es nämlich darum, die Daten der Nutzer zu erschleichen, im ersten Schritt die Zugangsdaten, in einem zweiten Schritt die Kreditkartendaten.

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Vorsicht! Jede Art der hier getätigten Eingaben landet in Betrüger-Datenbanken!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.