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Kassel – Wenig Resonanz hat der Aufruf zu einer „Massenparty“ über das soziale Netzwerk „Instagram“ am Vellmarer Skaterplatz für den Samstagabend gefunden.

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Viele Jugendliche waren einsichtig und entschlossen sich, dem Aufruf zu einer solchen Feier lieber fern zu bleiben, offenbar auch aufgrund der vorher gezeigten Initiative und des gemeinsamen Appells von Stadt und Polizei.

Nur einige Wenige hatten scheinbar dennoch den festen Entschluss, eine Party stattfinden zu lassen, bei der der „Veranstalter“ im Vorfeld offen zur „Eskalation“ aufgerufen hatte. Diese Absicht zeigte sich dann auch später am Abend, als Beamte des Polizeireviers Nord bei einem 16-Jährigen aus Kassel neben einer Flasche Hochprozentigem und rund einem Kilogramm „Böllern“ zudem ein verbotenes Butterflymesser fanden.

Er musste die Beamten anschließend zur Dienststelle begleiten. Das Messer und die Böller stellten sie sicher, den Schnaps durfte seine Mutter in Empfang nehmen, als sie ihren Sohn am Abend vom Polizeirevier abholen musste. Der 16-Jährige muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten – eine Straftat, die möglicherweise zu einem Stolperstein bei der späteren Berufswahl werden könnte.

Stadt und Polizei in enger Zusammenarbeit

Um die Jugendlichen vor Ort über die vermutlich nicht bedachten Folgen einer nicht angemeldeten und eskalierenden Massenparty aufzuklären und eine solche an öffentlichen Orten zu verhindern, waren mehrere Mitarbeiter der Stadt Vellmar und Beamte des Polizeireviers Nord am Abend gemeinsam vor Ort im Einsatz.

In enger Zusammenarbeit nahmen sie die Wenigen in Empfang, die sich dennoch am Skaterplatz zu diesem Zweck einfinden wollten. Die Jugendlichen wurden auf die gesetzlichen und gefahrenabwehrrechtlichen Bestimmungen hingewiesen. Auch die Versuche der „anonymen Veranstalter“, die Massenparty spontan zu einem Vellmarer Einkaufsmarkt zu verlagern, traf die Polizei nicht unvorbereitet. Dort konnte eine unangemeldete und eindeutig nicht im Einverständnis der Verantwortlichen des Marktes liegende „Party“ später am Abend ebenfalls verhindert werden.

Quelle: Polizeipräsidium Nordhessen – Kassel



Kassel – Ein bislang unbekannter Verfasser hat über das soziale Netzwerk „Instagram“ zu einer Feier am Samstagabend, 12. August, am Skaterplatz in Vellmar aufgerufen.

Wie öffentlich zu sehen ist, hat diese Seite bereits über 400 „Abonnenten“. Dabei ist ein solcher Aufruf nicht unbedenklich und kann letztendlich ungewollte, drastische Folgen für die „Veranstalter“ haben. Der Bürgermeister der Stadt Vellmar, Manfred Ludewig, und der Leiter des zuständigen Polizeireviers Nord, Erster Polizeihauptkommissar Karl-Ludwig Lamp, wenden sich daher mit einem gemeinsamen Appell an Jugendliche:

Feiern ja – aber bitte mit Verstand!

Warum? Deshalb: Es gibt viele gute Gründe, die Sommerferien gemeinsam mit Freunden oder anderen Bekannten bei einer Feier ausklingen zu lassen. Ein Aufruf zu einer Feier an öffentlichen Orten jedoch, zu der möglicherweise auch noch eine Vielzahl an teilweise völlig fremden Personen kommt, beinhaltet folgende Probleme:

  • Für eine Veranstaltung an öffentlichen Orten muss eine „Sondernutzungserlaubnis“ bei der Stadt beantragt werden – bislang hat sich bei der Stadt Vellmar aber leider kein „Veranstalter“ gemeldet.
  • Da beim Zusammenkommen vieler Menschen auch immer an die Sicherheit gedacht werden muss, gibt es für solche Veranstaltungen wichtige Voraussetzungen (Sicherheitsdienst, Rettungsdienst, Toiletten, etc.).
  • Nicht selten ist eine solche Party in der vermeintlichen Anonymität später durch Alkohol und ungebetene Gäste eskaliert. Vandalismus und Schlägereien, die die Polizei auf den Plan rufen, verursachen mitunter Kosten in Höhe von mehreren zehntausend Euro; auch die Beseitigung von Müll, den Feiernde hinterlassen, kann teuer werden.

Dabei sollte man wissen, dass der Veranstalter das Risiko für die Kosten trägt, die durch Andere verursacht werden, wenn er zu einer solchen Feier aufruft oder einlädt.

Feier am Skaterplatz ohne Anmeldung nicht möglich

Aus diesen Gründen ist eine solche Feier am Skaterplatz am Samstagabend ohne Anmeldung nicht möglich. Mitarbeiter der Stadt Vellmar und Beamte des Polizeireviers Nord werden an diesem Abend vor Ort sein und junge Menschen, die sich dennoch dort treffen, darüber aufklären. Dabei geht es keinesfalls darum, der Spielverderber sein zu wollen.

Sowohl bei der Stadt als auch bei der Polizei gibt es Ansprechpartner für Jugendliche, die gemeinsam mit anderen feiern wollen. Dort können sie sich Informationen zu möglichen Orten und Rahmenbedingungen holen, aber auch bei Fragen jeglicher Art melden.

Hierfür stehen bei der Stadt Vellmar die Mitarbeiter der Stadtjugendarbeit im „Piazza“ unter Tel. 0561 – 822712 zur Verfügung. Bei der Polizei können sich Jugendliche mit ihren Fragen an die Jugendkoordinatoren oder das Team im Polizeiladen in der Kasseler Wolfsschlucht unter der Tel. 0561-17171 wenden.