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Hierbei handelt es sich um eine Information unseres Kooperationspartner Saferinternet.at

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Vermehrt haben Eltern in den letzten Tagen bei Saferinternet.at nachgefragt, was es mit den zahlreichen „Bongo“-Accounts auf Instagram auf sich hat. Dahinter steht ein Frage-Antwort Spiel von Accounts, die vorgeben alles über einen zu wissen. Klar, dass Eltern darauf besorgt reagieren – wir haben recherchiert was hinter diesem Phänomen steht. Das Versprechen der vielen Bongo-Accounts ist ähnlich: Für eine Privatnachricht mit dem eigenen Vor- und Nachnamen erhält der/die Nutzer/in Information zur eigenen Person. Manche Accounts versprechen in diesem Sinne auch auf jede andere Frage zu antworten und verlangen als Gegenleistung dafür, dass sie beworben werden (durch Markierungen von Freund/innen oder lobender Erwähnung des Accounts im eigenen Instagram-Profil).

Es ist unklar, wer damit begonnen hat, aber eine Recherche zeigt, dass sich diese Accounts an das kostenpflichtige  SMS-Fragespiel „AskBongo“ anlehnen. Bei diesem wird eine Frage per SMS an eine Mehrwertnummer geschickt, die scheinbar informiert antwortet. Solche SMS-Dienste stehen in der Kritik als versteckte Kostenfallen – denn die Antworten regen zu weiteren Nachfragen an, die jeweils wieder mit Kosten verbunden sind. Das ist auf Instagram derzeit noch nicht der Fall.

Worauf Jugendliche achten sollten

Um den eigenen Namen in einer privaten Nachricht an einen Instagram Bongo-Account zu schicken, muss dieser abonniert werden. Auf diese Weise gibt ein Jugendlicher bereits viel über sich preis. Denn selbst wenn ein Instagram Profil im Modus „Privat“ geführt wird, erfährt der abonnierte Account bereits den Profilnamen, den dazugehörigen echten Namen und hat eventuell auch bereits ein Profilbild der Person.

Wenn ein Instagram Account öffentlich ist, ist es noch einfacher zu Informationen über die Person zu kommen. Auf den geposteten Bildern finden sich meist bereits Hinweise auf Schule, Wohnort und Freundeskreis, was es den Bongo-Accounts einfach macht, personifizierte Antworten auf die Anfragen zu geben. Soweit wir einschätzen können, durchforsten die Bongo-Accounts aktuell nur das Instagram-Profil, von welchem aus die Ursprungsnachricht versendet wurde.

Bongo weiß nicht mehr als jede Internetrecherche

Allgemein gilt: Je mehr Zeit in eine Recherche zu einer Person im Internet gesteckt wird, desto mehr ist auch herauszufinden. Dazu kommt, dass schwer abgeschätzt werden kann, ob hinter einzelnen Bongo-Accounts nicht auch nahestehende Personen derselben Schule stehen können, welche überhaupt mehr Details zu einzelnen Mitschüler/innen kennen.
Das Spiel zeigt vorerst nur, wie viele Informationen über einzelne Personen frei im Internet gefunden werden können. Tatsächlich kann es für manche Jugendliche überraschend sein dies zu erfahren. Dafür genügt allerdings eine Suche nach „Vor-und Nachnamen“ in Suchmaschinen. Wir empfehlen Eltern und Jugendlichen deshalb, das Phänomen als Anlass zu nehmen, um eigene Privatsphäre-Einstellungen in Sozialen Netzwerken zu hinterfragen  und so am eigenen digitalen Fußabdruck zu arbeiten.

Quelle: Saferinternet.at