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Gewalt, Hetze, Hass, Kinderpornografie. Schlagworte die wir als Mimikama nur zu gut von diversen Statusbeiträge auf Facebook kennen, da wir viele dieser Themen behandeln. Auch wir müssen uns schreckliche Inhalte immer wieder angucken, da wir dazu Tag für Tag Nutzeranfragen dazu bekommen. Alleine im letzten Jahr waren es über 11.000 Anfragen, die auf uns eingeprasselt sind. Till Krause von der Süddeutsche Zeitung Magazin​ über Arvato (Bertelsmann), Facebook und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter im Löschzentrum.

Video: „“Die schrecklichen Inhalte prasseln weiter auf sie ein“: Ein halbes Jahr nach den Enthüllungen des Süddeutsche Zeitung Magazins geht es den Mitarbeitern im Löschzentrum von Facebook nicht besser. Im Gegenteil.“

Quelle: Öffentlicher Statusbeitrag der Süddeutschen Zeitung auf Facebook“

Entweidete Kinder, tote Säuglinge und Fotos auf Facebook

Natürlich sehen auch wir uns einer großen Menge an verstörenden Inhalten ausgesetzt, jedoch haben wir völlig andere Arbeitsbedingungen, die sich in keiner Weise zu den im Video geschilderten vergleichen lassen.

Wir haben uns bereits an einer anderen Stelle ebenfalls mit diesem Thema auseinander gesetzt, nachdem wir vor geraumer Zeit eine völlig berechtigte Frage gestellt bekommen haben [3]:

Ihr lest jeden Tag viel auf facebook. Steht ihr unter dauerhafter psychologischer Betreuung/Seelsorge und/oder befindet ihr euch in psychologischer Behandlung?

Im Zuge unserer Arbeit quälen wir uns häufig über Stunden durch die übelsten Webseiten. Wir sehen dabei brutal zugerichtete Menschenkörper, Bildern von abgetriebenen Kinderkörpern oder erdulden viele Gewaltdarstellungen auf dem Bildschirm, um die Hintergründe zu bestimmten Inhalten zu finden.

Wie geht man nun damit um? Wie geht man damit nach Hause, wohin nimmt man all diese Bilder mit, die nicht nur heute, sondern regelmäßig über den Bildschirm scheinen? Oftmals lassen wir sie im Bauch, der sich dann schwer wie ein Stein anfühlt. Häufig kompensieren wir die Erfahrungen durch Gespräche im Büro, gewisse Blödeleien als Ausgleich oder aber auch lange Artikel, in denen wir uns das Erlebte von der Seele schreiben.

Doch wie verhalten sich diese Bilder langfristig? Wie weit ist es schon gekommen, wenn man tote Kinderkörper in schwarzen Plastiksäcken mit einem Schulterzucken und dem Kommentar “letztendlich sieht man da ja nichts Explizites” abtut. Da bemerkt man dann schon eine gewisse Desensibilisierung. Und wenn man dann überlegt, dass diese Bilder ja eigentlich aufwecken sollen, so bemerkt man bei sich, dass sie exakt das Gegenteil bewirken dürften. Sie stumpfen mich ab. Man ist sogar kurz darauf in der Lage, nach einem langen Recherchevormittag das verspätete Frühstück zu essen.