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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Immer wieder erhalten wir Anfragen zu Artikeln, die “Aufreger-Themen” als Inhalt haben und den Leser vor unvollendete Tatsachen stellen.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Mit emotionalen Titeln treffen sie genau ins Herz der Menschen und verleiten sie dazu, einen solchen Artikel auch anzuklicken.

Zumeist werden Texte mit Videos unterstützt. Ob selbst zusammengebastelt oder Ursprungsmaterial. Je heftiger, desto besser.

An und für sich ist es absolut in Ordnung, dass man Menschen dazu animieren möchte, auf den eigenen Link zu klicken, wenn man die Menschen am Ende mit einem guten Gefühl entlassen kann – doch leider geht es bei solchen Artikeln selten um das Wohl der Leidenden, um das Teilen objektiver Informationen oder darum, dem Leser gute Werte zu vermitteln.

Unfertige Berichterstattung hinterlässt Leser in Wut, Zorn, Unverständnis und mit einem Haufen Fragen.

So auch bei dieser aktuellen Anfrage:

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Quelle: Screenshot Mimikama

Bild in Klartext:

Liebes Team,

könnt ihr evtl. prüfen, was es mit dem beigefügten Video auf sich hat, was derzeit im Umlauf ist? Was wurde is dem gequälten Hund und der offensichtlich psychisch kranken Frau?

Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Es geht um einen Artikel, der auf Tierfreund.co erschien.

Hier wird in einem Video eine Frau gezeigt, die ihren Hund in einer Bahn misshandelt. Leute schreiten ein. Sicherheitskräfte werden beordert.

Und dann?

Man wurde mit einem emotionalen Titel auf die Seite gelockt und sieht sich ein Video an, das eine Frau dabei zeigt, wie sie ein Lebewesen quält. Man erfährt nur, dass Sicherheitskräfte die Frau aus dem Zug eskortiert haben…

Und dann stellt man sich eben genau die Fragen, wird wütend, schimpft über die Frau, schimpft über andere. Investiert eine Menge Zeit und Energie in negative Gefühle und ist genauso schlau wie vorher.

Und schon dämmert es einem: Man ging in die Falle eines so genannten “Clickbaits” – zu Deutsch “Klickköders”.

Der Clickbait

Fassen wir zusammen, was also macht einen Köder aus?

  • reißerische Überschrift
  • “Neugierlücke” (gerade so viele Informationen, die ausreichen, um neugierig zu machen)
  • Cliffhanger (was wurde aus den Beteiligen)
  • grafische Elemente
  • Emotionen

Mit all diesen Zutaten wird im Menschen das Bedürfnis geweckt, dass er diesen Inhalt klicken will.

Und dabei steht der Inhalt nicht unbedingt primär im Vordergrund. Dieser Artikel wurde erstellt, um Klicks zu sammeln und daraus Profit zu schlagen.

Und das erzeugt Unmut.

Was wurde denn jetzt nun aus der Frau und dem Hund?

Laut CTV NEWS Toronto und The Province wurde die Frau von der Polizei eskortiert, aber samt Hund wieder entlassen, nachdem die Polizei keine Blessuren an dem Hund feststellen konnte.

Die Polizei informierte jedoch die OSPCA (Ontario Society for the Prevention of Cruelty to Animals) nachdem das Video bekannt wurde und viral ging.

OSPCA Sprecherin Alison Cross ist jedoch der Meinung, dass es ein Fehler war, den Hund nicht einzubehalten.

“We do have an open investigation into the matter,” said Cross. “It was brought to our attention (Saturday). It’s too early in our investigation to share details at this time. We will be updating the public when we have more information to share.”

“Wir führen öffentliche Ermittlungen”, so Cross. “Wir erfuhren davon diesen Samstag. Nach Stand der Ermittlungen ist es noch zu früh Informationen zu teilen. Wir werden die Öffentlichkeit jedoch informieren, wenn wir weitere Informationen erhalten.”

Leider gibt es noch keine weiteren Informationen zum Verbleib der Frau und des Hundes – es wird jedoch ermittelt.

Fazit:

Die Natur des Clickbaits soll Menschen dazu bringen, Inhalte zu klicken, die nicht unbedingt eine journalistische Relevanz besitzen.

Es gibt einige bekannte Seiten, die mit Clickbais arbeiten und Geschichten dafür aufbereiten.

Wer nicht daran interessiert ist, vor unvollendete Tatsachen gestellt zu werden, sondern an allen Fakten interessiert ist, sollte sich an offizielle Webseiten von Zeitungen wenden.