Kann der Brotaufstrich die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen?

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Ein weiterer Beweis, dass Facebook nichts vergisst ist die Anfrage zu diesem Beitrag, der bereits im Jahre 2015 veröffentlicht wurde.

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Da tummeln sich gleich mehrere besorgniserregende Dinge, zum einen Farbstoffe, die in dem Verdacht stehen, ADHS auszulösen und zum anderen der Begriff „Lachsersatz“.

ADHS durch Farbstoffe?

Cochenillerot A – ist in Norwegen und den USA verboten, weil es im Verdacht steht krebserregend zu sein. Auch ein Zusammenhang mit ADHS wird vermutet, aber auch mit Neurodermitis und Asthma bronchiale.


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Gelborange S – auch dieses ist ein Azofarbstoff und wie auch Cochenillerot A. Lebensmittel, die einen Azofarbstoff enthalten müssen seit 2010 mit dem Zusatz „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“ versehen werden.

Heute ist alles anders

Also stimmt es? Ja und nein, denn es stimmte in der Vergangenheit, neuerdings ist der Brotaufstrich, so belegen es aktuellere Aufnahmen, mit anderen Farbstoffen gefärbt, Carotin, Paprikaextrakt, Riboflavine und echtem Karmin.

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Alle gelten nach den heutigen Lebensmittelstandards in den zugelassenen Tagesdosen unbedenklich. Der Beitrag, der gerade wieder die Runde macht stammt aus dem Jahr 2015, es wurde also auf die Berichte reagiert und die Rezeptur entsprechend geändert.

Der Hersteller hat diese selbst noch im Jahre 2015 bekannt gegeben:

Hallo Leute,
wir werden den Fans unseres Produktes den Alaska Seelachs kurzfristig ohne Azofarbstoffe präsentieren. Wir beschäftigen uns seit Monaten mit dem Thema Ersatz für Azofarbstoffe.

Im Verlauf der letzten Wochen und aufgrund der wiederkehrenden Diskussionen sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass der Einsatz von Azofarbstoffen nicht mehr zeitgemäß ist. Wir haben uns jetzt final entschieden, schnellstmöglich die Azofarbstoffe im Alaska-Seelachs zu ersetzen.

Unsere Produktentwicklung arbeitet bereits seit dem Frühjahr an Alternativen. Selbstverständlich werden wir über die weitere Entwicklung zeitnah informieren. Beim bestehenden Alaska-Seelachs-Produkt handelt es sich ja um eine traditionelle Herstellung, die seit fast hundert Jahren unverändert geblieben ist. Genau diese Rezeptur ist bei vielen Verbrauchern auch sehr beliebt.

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Lachsersatz?

Ja, stimmt ist enthalten, aber nicht so wie viele vermuten irgendetwas künstliches, es ist eben nur kein echter Lachs „Salmo Salar“, sondern rot eingefärbter Köhler „Pollachius virens“ aus der Familie der Dorsche, oder Pollack „Gadus chalcogrammus“, „Theragra chalcogramma“. Es ist also durchaus Fisch enthalten in dem Aufstrich, nur eben kein echter Lachs, aber es wird ja auch als „Brotaufstrich Alaska – Seelachs“ verkauft und nicht als „Lachsaufstrich“. Allerdings wäre es besser statt „hergestellt aus Lachsersatz“ „hergestellt aus Pollack und Köhler“ aufzudrucken, um den gar nicht erst den Verdacht auf kommen zu lassen, dass in dem Aufstrich aber mal so gar nichts enthalten ist, was einstmals im Meer rumschwamm.

Fazit:

Ja es stimmt, seit 2010 muss es auch mit dem entsprechenden Vermerk auf der Verpackung stehen, allerdings wird es in der „neuen“ Rezeptur nicht mehr verwendet. Dies gab der Hersteller im August 2015 bekannt!

P.S. die aktuellen Bilder habe ich selber aufgenommen, wir haben nur für Euch den Selbstversuch gemacht, wir sind genauso verwirrt wie immer, da können wir keinen signifikanten Unterschied feststellen.

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