Düsseldorf – Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul hat den Rocker-verein „Hells Angels MC Concrete City“ sowie die Teilorganisation „Clan 81 Germany“ verboten und aufgelöst.

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Zweck und Tätigkeit des Rockerklubs und seiner Unterstützer verstoßen gegen Strafgesetze, heißt es in der Begründung des Verbots.

„Die Hells Angels versuchen Macht- und Gebietsansprüche aggressiv gegen verfeindete Klubs durchzusetzen“, erläuterte der Innenminister. „Der Rechtsstaat nimmt nicht hin, dass Parallelgesellschaften wuchern, in denen seine Autorität und das Gewaltmonopol missachtet werden. Deshalb ist das heutige Verbot des Erkrather Hells Angels Charters und seiner Unterstützerorganisation ein wichtiges Signal“,

so Reul weiter.

Mehr als 700 Polizisten in ganz NRW im Einsatz

Über 700 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte durchsuchen seit den frühen Morgenstunden mehr als 50 Wohnungen und Geschäftsräume des Vereins und seiner Unterstützer in Erkrath, Wülfrath, Düsseldorf, Ratingen, Wuppertal, Köln, Leverkusen, Bergheim, Neuss, Pulheim, Kevelaer, Goch, Rösrath, Heiligenhaus, Krefeld und Warendorf. Auch Spezialeinsatzkommandos, Einsatzhundertschaften, szenekundige Ermittler, Mitarbeiter der Ermittlungsgruppe Organisierte Kriminalität und Steuerhinterziehung beim LKA NRW sowie zahlreiche Diensthunde kamen dabei zum Einsatz.

Mit Unterstützung mehrerer Einsatzhundertschaften beschlagnahmten Kriminalbeamte 11 Motorräder, über 88.000 Euro Bargeld, 11 Spielautomaten, mehrere Schusswaffen, u.a. Revolver, eine Armbrust, Langwaffen, 45 Kutten sowie sonstige rockertypische Devotionalien und IT-Technik.

„Das Innenministerium und die beteiligten Polizeibehörden sind mit dem Einsatz, bei dem das Vereinsverbot wirksam vollstreckt wurde und umfangreiche Sicherstellungen gelangen, sehr zufrieden. Für jedermann war erkennbar, dass die Maßnahmen das Hells Angels Chapter Concrete City und ihre Teilorganisation Clan 81 Germany empfindlich getroffen haben.“

Martina Thon zeigte sich erleichtert, dass alle Einsatzkräfte unverletzt blieben.




Reul:

„Die Mitglieder des Vereins sind nachweislich kriminell. Ihr Alltag besteht aus Gewalt, Waffen, Drogen und Zwangsprostitution. Im August vorigen Jahres kam es mitten in Erkrath zu einer Massenschlägerei mit einer verfeindeten Gruppierung, bei der auch Polizisten verletzt wurden. Die Menschen versetzt das verständlicherweise in Angst und Schrecken. Deshalb ist es wichtig, dass die NRW-Polizei jetzt schnell und robust wieder für Recht und Ordnung sorgt.“

Das Verbot der Hells Angels in Erkrath ist Bestandteil der konsequenten Null-Toleranz-Strategie der neuen Landesregierung gegen kriminelle Rockerbanden.

„Wir beobachten die Rocker-Szene ganz genau und kennen die Akteure und Strukturen. Dadurch sind wir in der Lage, einzelne Charter und Chapter gezielt zu zerschlagen. Mein Dank gilt allen, die an diesem Einsatz und seiner Vorbereitung beteiligt waren“,

sagte Reul.

Quelle: Ministerium für Inneres und Kommunales & Polizei Essen

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