-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

WhatsApp ist eine App, mit der man kostenlos Kurznachrichten, Bilder und Videos verschicken oder über die man chatten kann (zu zweit oder in Gruppen). Immer mehr Smartphone-Nutzer/innen verwenden diesen Dienst. Bei Kindern und Jugendlichen hat WhatsApp dem Sozialen Netzwerk Facebook fast schon ein wenig den Rang abgelaufen. Doch Sicherheitslücken und mangelnde Datenschutz-Einstellungen bringen WhatsApp immer wieder in Verruf. Auch Mobbing-Fälle via WhatsApp nehmen zu. Besorgte Eltern und Lehrende stellen sich (und auch uns) immer häufiger die Frage: WhatsApp erlauben – ja oder nein?

image 

(c) wrangler/shutterstock.com

Tipps für Eltern

Eine allgemeingültige Antwort kann es auf diese Frage natürlich nicht geben. Aber generell gilt, wie auch bei allen anderen Anwendungen: Wenn alle Freund/innen WhatsApp nutzen (fragen Sie bei den anderen Eltern nach), sollten Sie Ihrem Kind das auch erlauben. Nicht-Nutzer/innen landen schnell im Eck und bekommen nicht mehr mit, was in ihrem Freundeskreis oder in der Klasse läuft. So wird man im schlimmsten Fall zum Außenseiter.

Die vielen Sicherheitslücken, die bei WhatsApp immer wieder auftreten, lassen darauf schließen, dass der Dienst die Nachrichten nicht ausreichend verschlüsselt – einem Missbrauch durch Dritte ist damit Tür und Tor geöffnet. Weiters ist unklar, was die Betreiber mit den gesammelten Daten machen. Privatsphäre-Einstellungen, wie sie bei den gängigen Sozialen Netzwerken üblich sind, gibt es nicht.

TIPP: Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, nur solche Inhalte zu verschicken, die jeder lesen oder sehen darf. Allzu Privates sollte über WhatsApp nicht veröffentlicht werden.

Kinder und Jugendliche nutzen WhatsApp nicht nur zum Austausch von Nettigkeiten oder für praktische Dinge wie z.B. das gemeinsame Hausaufgaben lösen, sondern auch für Mobbing. Waren von Cyber-Mobbing noch vor einiger Zeit vor allem die 12-14-Jährigen betroffen, so sind es heute zunehmend auch schon 10-Jährige, zeigt die Beratungspraxis von Saferinternet.at

TIPP: Schärfen Sie Ihrem Kind ein, keine Inhalte zu veröffentlichen, die von jemand anderem nachteilig verwendet werden könnten (z.B. Nacktfotos – das beginnt manchmal bereits mit 12 Jahren). Besprechen Sie auch, dass das Verunglimpfen von anderen kein „Kavaliersdelikt“ ist und schwerwiegende Folgen haben kann.

Immer wieder geschieht es bei WhatsApp auch, dass sich jemand ins System einhackt und dann über fremde Accounts anzügliche Bemerkungen an die Freund/innen verschickt. Glauben Sie Ihrem Kind, wenn es sagt, dass es das nicht war. Das kann durchaus sein!

TIPP: Motivieren Sie Ihr Kind dazu, mit Ihnen zu reden, wenn „komische Dinge“ passieren. Drohen Sie nicht mit Verboten, sondern fangen Sie Ihr Kind in problematischen Situationen auf und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.

Tipps für Lehrende

  1. Weisen Sie die Schüler/innen darauf hin, dass die Verbreitung von verunglimpfenden Inhalten eine strafbare Handlung ist – egal über welches Medium.
  2. Thematisieren Sie das „Recht am eigenen Bild“ in Ihrem Unterricht. Dies empfiehlt sich bereits ab einem frühen Alter, noch bevor Kinder und Jugendliche Soziale Netzwerke intensiv nutzen. Mehr dazu: Was ist das „Recht am eigenen Bild?“
  3. Bleiben Sie dran. Wissen schützt vor unbedachten Handlungen nicht. Nur weil Kinder und Jugendliche wissen, was sie dürfen und was nicht, bedeutet das noch lange nicht, dass sie falschen Taten widerstehen können. Bleiben Sie als Schule und Lehrkraft dran und machen Sie Cyber-Mobbing immer wieder zum Thema.

Quelle:
mimikama-Kooperationspartner / www.saferinternet.at

-Mimikama unterstützen-