Ein paar Beobachtungen zu Phishing: obwohl es immer mehr Phishingmails gibt, werden die dazu gehörigen Phishingseiten immer schneller entdeckt und geschlossen. Aber: gleichzeitig ist auch zu bemerken, dass die Phishingmails immer besser werden. Aufbau, Ausdruck und Rechtschreibung innerhalb der Phishingmails werden immer ausgereifter.


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-Produktempfehlung: Kaspersky lab-


Bei der folgenden Mail handelt es sich um eines dieser Exemplare, welches sauber aufgebaut ist und mit vielen Details gespickt ist, die den Empfänger irritieren. Glaubhafte Zeitangaben, Nennung des Empfängernamens sauberer Aufbau, der sich an echten PayPal-Mails hält.

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Der Inhalt dieser Mail im barrierefreien Klartext lautet:

Ihre Aufmerksamkeit ist erforderlich!

Hallo Jan-[***],

wir haben einen ungewöhnlichen Login verzeichnet. Der Login wurde am 13.06.2016 um 19:00:47 Uhr in der Nähe von Dortmund getätigt. Um die Sicherheit Ihrer Daten weiterhin zu gewährleisten wurde Ihr Konto vorübergehend eingeschränkt. Sie können momentan nicht mehr mit PayPal bezahlen.

Wichtig: Sie müssen Ihre Daten zur Legitimation bei Ihrem nächsten Login bestätigen. Dies ist kostenlos und dauert nur eine Minute. Anschließend können Sie Ihr Konto wieder wie gewohnt nutzen. Sollten Sie nicht innerhalb 48 Stunden Ihre Daten bestätigen, wird Ihr Konto zur Sicherheit deaktiviert.

Weiter zu PayPal

Sicherheitshinweis: Sie erkennen Spoof oder Phishing-E-Mails oftmals schon in der Anrede. PayPal wird Sie immer mit Ihrem Vor- und Nachnamen anschreiben. Mehr zu Phishing finden Sie unter www.paypal.de/phishing.

Das Ziel dieses ganzen Konstruktes ist es, dass der jeweilige Empfänger den Argumenten Glauben schenkt und die Klickfläche “Weiter zu PayPal” anwählt.

Phishingbetrug

nach einem Klick auf diese Schaltfläche öffnet sich direkt eine Seite, welche PayPal nachempfunden ist, jedoch eine Fälschung aus Betrügerhänden darstellt. Diese Seite wirkt wie ein PayPal-Login, wer jedoch an dieser Stelle sich vermeintlich einloggt, übergibt seine Zugangsdaten direkt an die Phishingbetrüger.

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Die Seite trägt die konstruierte URL “paypal.de-conflict.ru”. Im Laufe einer vermeintlichen Anmeldeprozedur erscheinen weitere Eingabefelder, die jedoch alle gefälscht sind. Zunächst erscheint ein klassicher Login, danach soll man persönliche- und Adressdaten eingeben, im Anschluss daran sensible Bankdaten.

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Vorsicht! Jede Art der hier getätigten Eingaben landet in Betrüger-Datenbanken!

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
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