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Gerne veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Pressebericht von der Polizeidirektion Wetterau. Nicht nur das dieser Pressebericht sehr wichtig und informativ ist, nein auch wir von mimikama werden hier erwähnt. Daumen hoch

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Ihr Facebook-Profil ist einmalig! Sicher? Die Polizei warnt: Schützen sie sich und ihre Freunde vor Betrügern in sozialen Netzwerken!

Immer öfter fallen Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook auf eine Betrugsmasche herein, bei der sie über gefälschte Profile zuerst ihre Handynummer entlockt bekommen und schließlich durch gutgläubige Weitergabe eines SMS-Codes ihres Geldes entledigt werden.

Ein halbes Dutzend Anzeigen alleine aus den letzten zwei Wochen liegen dem Betrugskommissariat in der Wetterau zur Masche der „Fake-Profile“ bei Facebook vor. Oft merken die Betroffenen erst, dass sie übers Ohr gehauen wurden, wenn sie ihre Telefonrechnung überprüfen. Über Bezahldienste wie PayPal oder deren Ableger Zong besteht die Möglichkeit rein durch PIN-Nummern im Internet virtuelle Zahlungen vorzunehmen.

Nutzer von Online-Spielen machen beispielsweise davon Gebrauch. Sie fordern einen Bezahlcode an, der auf ihr Handy übersandt wird. Wenn der Code dann im Internet angegeben wird, erfolgt eine Abrechnung über die Telefonrechnung dessen, dem das Handy gehört.

Genau auf diese SMS-Codes haben es die Betrüger abgesehen. Um an die Handynummern ihrer Opfer zu gelangen, und mit ihnen in Kontakt zu treten, nutzen sie gefälschte Facebook-Profile. Ein für jeden sichtbares Profil und eine auch für „Nicht-Freunde“ zugängliche Freundesliste zählen dabei zu den Auswahlkriterien der Täter. Ein solches Profil wird kopiert, bzw. so nachgebaut, dass es dem Original exakt gleicht. Vom Status bis zum aktuellen Profilbild denken die Täter dabei an alle Kleinigkeiten.

Wie professionell die Täter dabei vorgehen erlebte auch eine 61-jährige Altenstädterin.

Mitte Juni legte ein Unbekannter ein solches Fake-Profil ihrer Freundin an. Die Altenstädterin wunderte sich zwar, warum sie erneut eine Freundschaftsanfrage der Freundin erhielt, bestätigte diese aber trotzdem. Auch als die vermeintliche Freundin per Facebook-Messenger nach ihrer Handynummer fragte, wurde sie noch nicht misstrauisch. Die neue alte Freundin bat daraufhin sofort um einen Gefallen. Sie sollte ihr die Nummern, die sie aufs Handy geschickt bekam, über den Facebook-Messenger zuschicken. Im Minutentakt gingen daraufhin die Bezahlcodes auf dem Handy der Altenstädterin ein. Die wollte der vermeintlichen Freundin natürlich helfen und schickte ohne den Sinn zu hinterfragen die Nummern an die falsche Facebook-Freundin weiter. Erst als Anfang Juli die Telefonrechnung zugestellt wurde, bemerkte sie, dass sie um fast 180 Euro erleichtert wurde.

Facebook-Nutzer aller Generationen sind von den Betrügereien betroffen, auch ein 18-jährige Bad Vilbelerin ahnte zunächst nichts Böses, als ihre vermeintliche ehemalige Lehrerin erneut eine Freundschaftsanfrage schickte. Auch sie übermittelte ihre Handynummer über einen Privatchat. Kurz darauf erfuhr sie, dass die Betrüger auch ihren eigenen Account geknackt hatten – mehrere Freunde erhielten auf die gleiche Masche Freundschaftsanfragen von ihrem Facebook-Profil und die Bitte ihre Handynummern zu übertragen. Der Vorteil für die Vilbelerin: Sie selbst hat neben den verärgerten Freunden keinen Schaden. Durch eine eingerichtete Drittanbietersperre konnten, trotz der übersandten Codes, keine Bezahlungen zu ihren Lasten durchgeführt werden.

Die Polizei rät den Nutzern sozialer Netzwerke sich vor den Betrügern zu schützen, denn wer zu Schaden kam hat selten die Chance sein Geld wiederzubekommen.

Folgende Tipps können dabei hilfreich sein:

  • Geben sie im Internet grundsätzlich nicht mehr Daten Preis als nötig.
  • Nutzen sie unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Accounts (E-Mail, Facebook, Amazon, ebay, …)
  • Sperren sie ihre Profile soweit wie möglich für Fremde. Nur ihre Freunde sollten ihre privaten Bilder, ihre Freundesliste, persönliche Daten und aktuelle Posts sehen können.
  • Lassen sie ihre Freunde und Bekannte in den sozialen Netzwerken hin und wieder suchen, ob es ihr Profil noch einmal gibt. Betrüger können das Fake-Profil für das Original-Profil unsichtbar schalten, so dass sie keine Möglichkeit haben es zu finden.
  • Überprüfen sie, ob die Einrichtung einer Drittanbietersperre bei ihrem Telefonanbieter möglich / sinnvoll ist.
  • Prüfen sie als Eltern regelmäßig die Aktivitäten ihrer Kinder im Internet. Klären sie sie über diese und andere Betrugsmaschen  auf.

Wenn sie selbst Opfer eines Betruges geworden sind, dann informieren sie die Polizei. Sollte ihr eigener Account, oder der von Freunden, manipuliert oder kopiert worden sein, sollten sie diesen so schnell wie möglich persönlich darüber informieren und das Fake-Profil umgehend bei Facebook melden.

Weiter Informationen zum Thema finden sie im Internet, z.B. unter www.mimikama.at .

Quelle: Presseportal.de (16.7.2015)

Artikelbild:  nevodka / Shutterstock.com