Igel brutal zu Tode gequält

Igel brutal zu Tode gequält

Von | 11. September 2019, 10:40

Seit gestern bekommen wir laufend Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook. Man solle den Beitrag teilen, da grausame Tierquäler es auf Igel abgehen hätten!

Es handelt sich dabei um diesen Beitrag mit folgendem Inhalt: „🤬 BITTE TEILEN 🤬 Grausame Tierquäler In Heidenheim beschäftigt das Landratsamt und die Polizei ein besonders grausamer Fall von Tierquälerei. Am Zanger Berg in Heidenheim sind in den vergangenen Wochen mindestens sieben Igel brutal zu Tode gequält worden: Die Tiere wurden teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammen gebunden und totgetreten. Darauf lassen die Wunden an den Igeln schließen, sagte eine Ärztin des Heidenheimer Veterinäramts. Hier werden Tiere aus purer Rohheit grausam getötet. Das Landratsamt geht von mehreren Tätern aus. Wenn sie erwischt werden, müssen sie mit bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen.

Dem Statusbeitrag wurde auch ein Bild eines bereits verstorbenen Igels hinzugefügt, welches wir an dieser Stelle verpixelt veröffentlichen.

Screenshot: Facebook-Statusbeitrag

Screenshot: Facebook-Statusbeitrag

Vereinzelt werden Stimmen laut, dass es sich hierbei um eine Falschmeldung handeln könnte. Dem ist aber nicht so, denn der Landkreis Heidenheim hat am 11.9.2019 folgende Information veröffentlicht:

Pressemitteilung 211/19 / Brutale Tierquäler am Zanger Berg töten reihenweise Igel

Veterinäramt bittet um Hinweise – Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre möglich

Am Zanger Berg in Heidenheim (insbesondere nahe Iglauer Straße) sind in den vergangenen Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden.

„Uns sind sieben Fälle von brutaler Tierquälerei bekannt“, so Dr. Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim.

Die Igel seien teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden und den erkennbaren Wunden zufolge zu Tode getreten worden.

„Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet.“

Wie Dr. Anja Stöckle betont, werde in jedem Fall Strafanzeige gestellt, auch die Polizei ermittelt bereits.

„Und dass es sich hier um einen Straftatbestand handelt, ist offensichtlich.“

Denn nach dem Tierschutzgesetz dürfe niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Wer dagegen zuwiderhandelt kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. Die Tierquäler verstoßen aber nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen das Bundesnaturschutzgesetz, laut dem der Igel zu den besonders geschützten Arten gehört. Demnach ist es verboten, diesen Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder der Natur zu entnehmen.

Hinweise nimmt das Veterinäramt unter Tel. 07321/321-2601 entgegen.

Quelle: Landkreis Heidenheim
Artikelbild: Landkreis Heidenheim / Auf dem Zanger Berg in Heidenheim wurden mehrere getötete Igel gefunden. Foto: privat

 

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