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Schutz vor Abzocke! Identitätsdiebstahl – Was tun?

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Hinweis: Vielen Dank an unseren Kooperationspartner checked4you für diesen Bericht, welchen wir sehr gerne an unsere Leser weitergeben dürfen. Wer viele Daten von sich preisgibt, macht es Betrügern leicht, die Angaben zu missbrauchen. Wenn deine Identität gestohlen wurde, solltest du schnell handeln! Im E-Mail-Postfach landet eine Rechnung über Dinge, die du nie bestellt hast. Okay, vermutlich Spam – also löschen. Doch dann kommen Vertragsunterlagen und weitere Rechnungen, inzwischen auch per Post. Hier stimmt was nicht. Was wollen die alle? Und woher haben die deine Adresse?

Wenn du so was erlebst, solltest du schnell handeln: Möglicherweise hat jemand deine Identität geklaut!

Betrüger nutzen die Daten ihrer Opfer, um etwa Verträge abzuschließen und Waren zu bestellen. An diese Daten kommen die Kriminellen auf verschiedenen Wegen: Manche betreiben Fake-Shops oder dubiose Internetseiten, auf denen das Opfer seine Daten hinterlassen hat.

Andere verschicken E-Mails, die aussehen, als kämen sie z.B. von einer Bank oder einem großen Online-Shop (Phishing). Wenn der Empfänger drauf reagiert, sendet er seine Daten an die Abzocker. Auch mit Schädlingen in Apps können Betrüger an persönliche Daten kommen. Ebenfalls beliebt: umfassende Angaben in sozialen Netzwerken, die der Betrogene selbst öffentlich macht. Manchmal reichen schon ein vollständiger Name und die Adresse im Telefonbuch. Die Angaben können Betrüger als Impressum eines falschen Online-Shops setzen. Die Beschwerden und Anwaltsschreiben landen dann beim Besitzer der gestohlenen Identität.

Die wichtigsten Schritte bei Identitätsdiebstahl:

  • Erstatte sofort Anzeige bei der Polizei!
  • Widersprich Rechnungen und Mahnungen. Dabei helfen Musterbriefe der Verbraucherzentrale NRW. Händler müssen im Streitfall nachweisen, dass ein Vertrag wirksam geschlossen wurde. Und nur wer Forderungen widerspricht, beugt Einträgen bei der Schufa oder anderen Auskunfteien vor. Rechnungen und Mahnungen einfach zu ignorieren ist der falsche Weg! Bei Problemen hilft die Rechtsberatung der Verbraucherzentrale NRW.
  • Hat jemand dein Profil in sozialen Netzwerken gekapert und veröffentlicht Dinge in deinem Namen, informiere den Betreiber und fordere ihn auf, das Fake-Profil zu sperren und die veröffentlichten Beiträge zu löschen. Hier haben wir eine Übersicht der Kontaktdaten.
  • Informiere Freunde, Bekannte, Kollegen und Geschäftspartner darüber, dass jemand in deinem Namen im Netz unterwegs ist.
  • Prüfe alle Geräte, mit denen du das Internet nutzt, regelmäßig mit einem aktuellen Virenprogramm auf schädliche Software.
  • Ändere sämtliche Passwörter und nutze für jede Internetseite ein anderes! Ein gutes Passwort sollte verschiedene große und kleine Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten.
  • Kontrolliere ständig die Zahlungsbewegungen auf deinen Bankkonten (auch in Bezug auf kleine Beträge!)
  • Fordere eine Auskunft über deine Daten bei der Schufa an. Die steht dir mindestens einmal im Jahr kostenfrei zu!

Identitätsklau vorbeugen:

  • Mach in sozialen Netzwerken nicht alles öffentlich und sei sparsam mit Angaben zu deiner Person! Verwende wenn möglich ein Pseudonym. Wenn du deinen tatsächlichen Namen nutzt, veröffentliche keinesfalls Anschrift und Telefonnummer! Ändere etwa auf Facebook die Sichtbarkeit der Liste deiner Freunde auf privat – wie das geht, zeigt unsere Video-Anleitung auf YouTube. Ein Grund, weshalb das auch nötig ist, erfährst du im Artikel über eine Form der Abzocke auf Facebook.
  • Nutze für soziale Medien möglichst eine separate E-Mail-Adresse. Auch zum Thema kostenlose E-Mail-Adresse haben wir Tipps.
  • Falls sie angeboten wird, nutze eine „Zwei-Faktor-Authentifizierung“.
  • Fall nicht auf betrügerische E-Mails (Phishing) rein! Wie du solche erkennst, erfährst du im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW.
  • Lass dich nicht mit vollem Namen und deiner Anschrift in Telefonbücher und öffentliche Telefonverzeichnisse eintragen!
  • Widersprich bei Meldebehörden der Weitergabe deiner Daten. Auch dazu gibt’s einen Musterbrief der Verbraucherzentrale NRW.

Quelle: checked4you